Kämpfende Wikinger-Brüder, eine Bauchtänzerin und viel Applaus

'Der Fluch der Wikinger' auf der Freilichtbühne in Haddeby: Sven (Aaron Guthardt, links) und Ragnar (Jan Nielsen) kämpfen um Freya.  Foto: nom
"Der Fluch der Wikinger" auf der Freilichtbühne in Haddeby: Sven (Aaron Guthardt, links) und Ragnar (Jan Nielsen) kämpfen um Freya. Foto: nom

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18. Juli 2011, 09:59 Uhr

Haddeby | Geballte Emotionen, Kampfgeschrei und arabisches Flair: Die neue Inszenierung der Wikingertheater-Gruppe "Midgaard Skalden" sorgte bei den 145 Premierenzuschauern am Freitagabend für Standing Ovations vor der Freilichtbühne in Haddeby. "Der Fluch des Wikingers" ist eine dramatische Dreiecksgeschichte zwischen Freya (Swantje Budig) und den Brüdern Ragnar (Jan Nielsen) und Sven (Aaron Guthardt).

Zu Beginn des Stücks trauert die junge Witwe Freya um ihren Mann Ragnar, der bei einem Schiffsunglück verschwand und für tot erklärt wurde. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich Sven zu - und heiratet ihn schließlich. Doch plötzlich taucht Ragnar wieder auf - in Begleitung arabischer Händler. An dieser Stelle beginnen die spektakulären Wendungen, die Autor und Regisseur Michael Wempner zur Musik von Björn Mummert in Szene setzt: Eine Bauchtänzerin aus dem Morgenland, Schwertkämpfe und sensible Dialoge rund um das Thema Liebe begeistern die Zuschauer. Die von Jörg Hamann authentisch gestaltete Bühne und die bunten Kostüme erleichtern den Sprung in die Zeit der Wikinger. Insbesondere der erfolglose Barde Bragi (Hauke Petersen), der hin und wieder seine poetischen Gedanken vorzutragen sucht ("Jetzt höret ihr mir doch wohl zu?!") und mit einem einfachen "Bragi, jetzt nicht" abgespeist wird, hat die Lacher auf seiner Seite. Auch das improvisierte Krähen eines ziemlich menschlich klingenden Hahns, das das Ende der Nacht ankündigte, sorgt mehrfach für Gelächter im Publikum.

Mittendrin durchlebt Freya ein ungeahntes Gefühlschaos, das im ganzen Dorf Unfrieden auslöst. Nach und nach offenbart sich das schreckliche Geheimnis rund um Ragnars Verschwinden - und der Fluch des Wikingers zeigt sein wahres Gesicht. Am Ende siegt dennoch das Gute über das Böse und beschert Freya ein wohlverdientes Happy End.

Die Zuschauer waren begeistert. "Das Stück war ganz toll. Die Stimmung, die Atmosphäre und die Mischung von Moderne und Wikingerischem passte perfekt", sagte Anke Naeve aus Kropp. Auch Silvia Fidelak meinte: "Die Geschichte war schön kurz gehalten und an keiner Stelle langweilig. Sehr gelungen!" Michael Wempner zeigte sich nach der Premiere entspannt: "Es ist alles glatt gelaufen. Nun können die nächsten zwölf Vorstellungen kommen."

Acht weitere Vorstellungen stehen auf dem Programm: Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. Juli und 30. und 31. Juli, jeweils 14 und 16 Uhr. Karten direkt an der Tageskasse. Die Freilichtbühne befindet sich am Weg zwischen der Haddebyer Kirche und dem Museum Haithabu.

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