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Hilfe gesucht : Junge Umweltschützer sind obdachlos

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach dem Umzug des Juki-Treffs in die St.-Jürgen-Schule: Der „Garten für Kinder“ des BUND sucht eine neue Bleibe.

von
erstellt am 26.Feb.2014 | 07:45 Uhr

Sie stehen buchstäblich im Regen: die Kinder und Jugendlichen aus dem „Garten für Kinder“ des BUND. Seit 15 Jahren existiert die Nachwuchsgruppe des Umweltschutz-Verbandes und trifft sich seither regelmäßig auf einem Gelände im Norden der Stadt. Bei schlechtem Wetter nutzten sie bislang den Juki-Treff der Domgemeinde. Aber das ist nun vorbei, seit dieser Treff umgezogen ist in einen Raum in der St.-Jürgen-Schule.

„Wenn es regnet, haben wir im Moment keinen Platz an dem wir die Kinder betreuen können“, sagt Gruppenleiterin Anita Plassmann. Der Schuppen auf dem öffentlich zugänglichen Gartengelände im Haydnweg reiche dafür nicht aus. Zum einen sei er zu klein und zum anderen voll mit den unterschiedlichsten Gerätschaften. „Außerdem fehlt uns jetzt eine Küche“, klagt Plassmann. Im Juki-Treff habe sie früher oft mit den Kindern zusammen gekocht und dabei Äpfel oder Kräuter aus dem Garten verwendet. Zwar kann die Gruppe theoretisch weiterhin den Juki-Treff in seiner neuen Heimat in der St.-Jürgen-Schule benutzen – „aber da sind wir zu Fuß 20 Minuten unterwegs“, sagt Betreuerin Melanie Borth. Zudem seien die Toiletten dort nach Schulschluss verschlossen.

Die Lösung des Problems soll ein Baucontainer mit sanitären Anlagen sein, der auf oder neben dem Gartengelände stehen könnte. „Leider haben wir selbst kein Geld, um das zu finanzieren, aber wir hoffen auf Spenden und jede weitere Hilfe“, so Plassmann. Vielleicht gebe es auch unbenutzte Container, die jetzt dem Garten zu Gute kommen könnten, schlägt sie vor.

Zu tun haben die jungen Naturschützer im Garten für Kinder indes genug: Die Stürme Christian und Xaver haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. „Es sind elf Bäume entwurzelt worden. Diese Schäden müssen wir erstmal beseitigen“, erzählt Plassmann. Außerdem entdecken sie immer wieder Vandalismus-Schäden. Am Anfang eines jeden Treffens ist die Gruppe auch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. „Wenn wir ankommen, müssen wir zunächst die leeren Bierflaschen wegräumen“, berichtet Betreuer Fabian Wilke.

Auch eingerissene Zäune müssten ständig repariert werden. Wer hinter der Verschmutzung steckt, ließe sich zwar vermuten, sagen die Betreuer, aber das spiele am Ende auch keine Rolle mehr. Die Hauptsache sei, dass es bald wieder einen Unterschlupf gebe, den die Gruppe im Notfall nutzen kann. Am besten mit etwas mehr Platz, denn die Wandergruppe der Grundschule St. Jürgen hat sich bereits als regelmäßiger Besucher angemeldet.

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