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„Podium für die Zukunft“ : Junge Musiker bauen im Slesvighus ihr Lampenfieber ab

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das „Podium für die Zukunft“ im Slesvighus gilt als gute Vorbereitung für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Unter dem Motto „Ein Podium für die Zukunft“ musizierten gestern im Foyer des Slesvighus erneut talentierte junge Musiker. Schüler aus dem Landesverband der Musikschulen präsentierten in Kooperation mit dem Landestheater zum Teil anspruchsvolle Musiken. Die Jugendlichen konnten dabei auch wertvolle Erfahrungen für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ sammeln und Lampenfieber abbauen.

„Den Ernstfall simulieren“, so nannte es Generalintendant Peter Grisebach, der durch das bemerkenswerte Programm führte. Zunächst kündigte er die Brüder Julius und Johann von Forstner an, die mit Viola und Klavier gleich mehrere Sätze verschiedener Komponisten vorstellten. So erfreuten sie das Publikum mit dem Finalsatz aus dem „Konzert G-Dur für Viola und Klavier TWV 51:G9“ von Georg Philipp Telemann.

Mit dem Klavier allein stellte sich Finja Stamp mit dem nicht einfach zu interpretierenden Moderato aus Joseph Haydns „Sonate g-Moll Hob:XVI/44“ und die berauschende wie virtuose „Etüde Nr. 12“ von Philip Glass vor. Thomas Linstedt brachte zwei Sätze aus der „Klaviersonate f-Moll op. 2, Nr. 1“ von Ludwig van Beethoven zu Gehör, wobei der langsame Satz mit viel Feingefühl am überzeugendsten gelang.

Vor der Pause setzten sich die beiden Gitarristinnen Ida Anna Thiele und Rosalie Ueth mit Lars Wüllers kurios klingenden und nicht gerade gitarreschonenden „Wicked Witches“ gekonnt in Szene. Den Finalsatz klopften und zupften die beiden sehens- und hörenswert mit vier Händen zusammen nur auf einer Gitarre.

Romantik pur erklang nicht nur mit Robert Schumanns „Violinsonate a-Moll op. 105“, die Anna Wortmann (Violine) und Lena Lubbe (Klavier) überaus ausdrucksstark zu Gehör brachten, sondern auch mit Franz Schuberts hörbar sehr schwierig zu interpretierenden „Impromptu As-Dur D 899 op. 90 Nr. 4“, welches Konstantin Baxter leidenschaftlich aus den Tasten lockte.

Als einziges Blasinstrument erklang ein Alt-Saxophon. Da kam der Kopfsatz aus Erwin Schulhoffs „Hot-Sonate“ gerade recht. Christine Petersen blies mit gutem Lippenansatz nicht nur diesen, sondern auch das melancholische „Chanson triste“ aus Robert Planels „Suite romantique“ sowie Pedro Iturraldes flotte „Suite hellénique“. Ihre Partnerin Selma-Klara Schiller begleitete sie dabei mit vorzüglichem und sicherem Anschlag auf dem Klavier.



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