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Neues Programm : Jugendzentrum setzt auf Vielseitigkeit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Schleswiger Jugendzentrum haben Kinder und Jugendliche viele Möglichkeiten. Das kommt, weil dort auf Vielseitigkeit gesetzt wird. Sport-, Musik- und Kulturveranstaltungen sind alle Teil des neuen Programms, dass in dieser Woche verteilt wurde.

Für einige Kinder ist es wie eine kleine Oase mitten in der Stadt. Das Jugendzentrum an den Königswiesen lockt jeden Tag den Nachwuchs an. „Manche kommen direkt nach der Schule zu uns“, erzählt Betreuer Torben Hansen. Denn dort könnten sie Dinge tun, zu denen sie sonst keinen Zugang haben. Auch im neuen Jahr will das Team aus der Wiesenstraße seine jungen Gäste mit innovativen Ideen und Aktionen unterhalten. Ihr neues Halbjahresprogramm liegt seit gestern in Geschäften aus und wurde bereits an alle Schulen im Umkreis verschickt.

„Wir wollen in diesem Jahr unsere Netze etwas weiter ausspannen“, sagt Sandra Martensen. Die Leiterin des Jugendzentrums plant deshalb auch einige Aktionen im Stadtteil Friedrichsberg: „Diesen Stadtteil wollen wir verstärkt einbeziehen“, kündigt sie an. Es dürfe sich nicht nur alles nur im Zentrum abspielen. „Es ist wichtig, eine Basis zu haben, aber es sollte keine Festung daraus werden“, sagt auch Julia Pfannkuch. Die Leiterin des Bürgerservice bei der Stadtverwaltung – in dessen Bereich auch das Jugendzentrum fällt – hat noch viele weitere Änderungen abgesegnet. Zum Beispiel hat das Jugendzentrum seine Ferien abgeschafft. „Nur noch während der Schulferien im Sommer schließen wir für drei Monate“, erklärt Sandra Martensen.

Damit aber nicht genug. „Die Kosten fallen auch fast überall weg. Wir wollen sie so gering wie möglich halten, so dass niemand einen Nachteil hat“, verspricht Martensen. Nur wenige Sonderveranstaltungen wie etwa der Mitternachtssport oder der Kursus zur Selbstbehauptung sind weiter kostenpflichtig. Auch Anmeldungen sind nicht mehr nötig, „weil es für Jugendliche sowieso noch schwer ist, nach Terminen zu leben“, weiß die Zentrumsleiterin. Außerdem wolle das Jugendzentrum in diesem Jahr offener und flexibler werden, sagt sie. Das Programm solle daher viele Bereiche abdecken.

„Wir müssen den Jugendlichen vor allem ihre Angst vor der Kultur nehmen“, sagt Pfannkuch. Außerdem bräuchten sie einen Ausgleich zu ihrem stressigen Alltag: „Da viele Sportvereine geschlossen werden, fallen einige Möglichkeiten weg“, sagt Martensen. Das damit einhergehende auffällige Verhalten von Kindern beginne heute zum Teil schon in der Grundschule. Deshalb gibt es jetzt auch an jedem letzten Mittwoch im Monat eine kostenfreie Veranstaltung gegen Stress, bei der Schüler ihren Frust rauslassen können.

Torben Hansen organisiert einige dieser Veranstaltungen. So auch die Aktion „Nachts im Museum“, wobei das Team des Jugendzentrums, wie in dem gleichnamigen Film, versucht, eine Kunsthalle zum Leben zu erwecken. „In diesem Jahr findet das Ganze auf Schloss Gottorf statt“, freut sich Hansen. Er rechnet dabei – wie in den vergangenen Jahren – mit mehr Teilnehmern als Anmeldungen.

Daneben gibt es spezielle Veranstaltungen für Mädchen und Jungen. Nächtliche Besichtigungen oder eine Fahrradrallye auf den Königswiesen. Den Anfang macht das Projekt „Style Attack“, bei der die Jugendlichen Teile der Einrichtung in der Wiesenstraße verschönern sollen. Die Aktion ist kostenfrei und beginnt am 18. Januar um 15 Uhr.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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