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Gewerbegebiet Schleswig-Schuby : Jetzt können die Firmen kommen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit dem ersten Spatenstich begann die Erschließung des Interkommunalen Gewerbegebietes Schleswig-Schuby. 300 neue Arbeitsplätze könnten entstehen, betonte Ministerpräsident Torsten Albig.

Die Pläne für das interkommunale Gewerbegebiet Schleswig-Schuby seien vielversprechend und das Kooperationsmodell der daran beteiligten 23 Kommunen „vorbildlich für ganz Schleswig-Holstein“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig gestern. Vorausgegangen war der erste Spatenstich für das Projekt, das auch in der Region als wichtiger Baustein für die zukünftige die wirtschaftliche Entwicklung gesehen wird. Weil für den Erfolg des Projektes neben der Förderung des Landes auch die infrastrukturellen Rahmenbedingungen von erheblicher Bedeutung sind, vernahmen die Vertreter der Gemeinden und des Kreises ebenfalls mit Freude, dass Albig die Jütland-Route trotz der festen Fehmarnbelt-Querung als „Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit Dänemark“ bezeichnete.

Mit dem ersten Spatenstich kommt das Zukunftsprojekt, das am 24. Januar 2012 mit der konstituierenden Sitzung des Zweckverbandes begonnen hatte, einen wichtigen Schritt weiter voran. Der Zeitplan sieht vor, dass der erste Bauabschnitt des mehr als 40 Hektar großen Wirtschaftsareals im Herbst 2015 voll erschlossen sein wird. Burkhard Otzen, zuständiger Wirtschaftsförderer der Wireg, ist zuversichtlich, dass er bereits in der Zwischenzeit erste Unternehmen für eine Ansiedlung gewinnen kann. „Ideal wäre natürlich, wenn die gleichzeitig mit der Erschließung schon bauen würden“, sagte er am Rande der gestrigen Veranstaltung, die auch aus Sicht des Zweckverbandsvorsitzenden Helmut Ketelsen ein weiteres Etappenziel markiert. Der Bürgermeister aus Schuby sprach für alle beteiligten 23 Kommunen, als er sagte: „Wir haben unsere Hausaufgaben jetzt gemacht.“

Ministerpräsident Albig bestätigte dies. „Ich bin sicher, dass die Vermarktungsphase erfolgreich sein wird“, betonte er. Flächen in einer Größenordnung von bis zu zehn Hektar, die nach den Wünschen der Investoren zugeschnitten werden können, gebe es anderswo im Land nicht. Albig erklärte, mit dem Gewerbegebiet gehe die Chance auf bis zu 300 neue Arbeitsplätze einher.

Er betonte zudem den Zusammenhang zwischen der Förderung des Projektes (6,3 Millionen Euro) und dem Bekenntnis der Landesregierung zur Bedeutung der A7 als wirtschaftlicher Nabelschnur des nördlichsten Landesteils. „Eine Achse, von der wir verstanden haben, dass sie ausgebaut werden muss“, sagte Albig und hob hervor, dass das Land weiterhin im Austausch mit dem Bund über einen Ersatz für die marode Rader Hochbrücke stehe und sich für eine zügige Umsetzung der Pläne stark mache. „Leider denkt der Bund dabei noch nicht über ein kombiniertes Tunnelprojekt nach“, bedauerte der Ministerpräsident.

Für Landrat Wolfgang Buschmann ist das Gewerbegebiet nicht nur ein wirtschaftlicher Impulsgeber, sondern auch Keimzelle für eine „neue teilregionale Identität“. „Die Region erfährt durch das Gewerbegebiet eine Aufwertung, die dem vorhandenen Potenzial gerecht wird.“

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erstellt am 20.Aug.2014 | 07:45 Uhr

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