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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 21:03 Uhr

Jetzt kann der Wahlkampf losgehen

vom

Bürgermeisterwahl: Gremium lässt alle fünf Bewerber einstimmig zu / Ordnungsamt sucht für den 22. September dringend Wahlhelfer

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Schleswig | Bewerbungsschluss war am vergangenen Montag um Punkt 18 Uhr, gestern machte der Gemeindewahlausschuss Nägel mit Köpfen: Nach einer halbstündigen Prüfung ließ das Gremium unter Vorsitz von Gemeindewahlleiter Rainer Raup alle fünf Bewerber zu, die bei der Bürgermeisterwahl am 22. September antreten wollen. Unstimmigkeiten gab es keine.

Die Entscheidung des Wahlausschusses ist gleichzeitig der inoffizielle Auftakt für den Bürgermeisterwahlkampf. Denn damit steht fest, welche Namen auf dem Stimmzettel stehen werden. Es sind in alphabetischer Reihenfolge Handewitts Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen, Schleswigs Bürgermeister Thorsten Dahl, der IT-Systemmanager Ronny Haardt, der selbstständige Fliesenleger Ingo Harder und der Polizeibeamte Frank Neubauer. Als einziger Bewerber musste sich Haardt um Unterstützungsunterschriften bemühen. Er legte dem Wahlamt 137 gültige Unterschriften von Schleswiger Wahlberechtigten vor - zwei mehr als erforderlich. Dahl als Amtsinhaber ist von dieser Regelung befreit, ebenso die anderen Bewerber, die von Ratsparteien nominiert wurden (Christiansen von SPD, SSW und den Grünen; Harder vom Bündnis für Bürger, Neubauer von der CDU).

Die Kandidaten wetteifern um die Gunst von knapp 20 000 Wahlberechtigten. Allerdings gingen bei den ersten beiden Direktwahlen für das höchste Amt der Stadtverwaltung vergleichsweise wenige Bürger an die Wahlurne. So lag die Wahlbeteiligung bei der Wahl am 23. September 2007 bei 43,7 Prozent, was 8700 Stimmen entsprach. Diesmal werden es mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr werden, da die Stadt den Termin der Bürgermeisterwahl mit der Bundestagswahl zusammengelegt hat. Und die Wahl zum Deutschen Bundestag hat sich in der Vergangenheit stets als größerer Magnet erwiesen: Im September 2009, als Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier um den Chefsessel im Kanzleramt kämpften, machten 67,3 Prozent der Schleswiger (zirka 13 500) von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Damit der Wahlgang am 22. September dieses Jahres ordnungsgemäß abgewickelt werden kann, benötigt die Stadt für die 14 Schleswiger Wahlbezirke sowie drei Briefwahlbezirke insgesamt 135 Wahlhelfer. Und genau das erweist sich aktuell als Problem. Bisher haben sich lediglich 110 Bürger zur Verfügung gestellt. Gemeindewahlleiter Rainer Raup appellierte gestern an die Mitglieder des Wahlausschusses, in ihren Parteien für dieses Ehrenamt zu werben. Das Wahlamt habe bereits die Behörden in Schleswig angeschrieben und um Mithilfe gebeten, die Resonanz sei jedoch spärlich gewesen. Um den Anreiz für potenzielle Wahlhelfer zu erhöhen, habe man die Aufwandsentschädigung von 25 auf 35 Euro erhöht, die Vorsteher und stellvertretenden Vorsteher der Wahlvorstände erhalten 55 statt 40 Euro.

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