Silberstedt : „Jedes Dorf im Amt ist schön“

Für viele Kinder ist kein Platz mehr: Mit den Erzieherinnen Inge Horn (l.) und Anke Ullrich sprach Silberstedts Bürgermeister Peter Johannsen über die Zukunft der Kita.
Für viele Kinder ist kein Platz mehr: Mit den Erzieherinnen Inge Horn (l.) und Anke Ullrich sprach Silberstedts Bürgermeister Peter Johannsen über die Zukunft der Kita.

Bürgerempfang in Silberstedt: Die Gemeinde aufwerten, um den ländlichen Raum zu stärken.

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27. Januar 2019, 16:50 Uhr

Silberstedt | „Dorfleben heißt, immer mittendrin und dabei sein zu können, wenn man denn will“, erklärte Silberstedts Bürgermeister Peter Johannsen gestern den rund 160 Gästen beim Bürgerempfang im Hotel Schimmelreiter. Johannsen und zahlreiche andere Redner ließen das vergangen Jahr Revue passieren und gaben einen Ausblick auf 2019.

Dass in Silberstedt derzeit alles gut laufe, sei keine Selbstverständlichkeit, so Johannsen. Er dankte den zahlreichen Vereinen und ehrenamtlich Tätigen, die vor und hinter den Kulissen dafür sorgen, dass es jedem gut gehe.

Eigentlich, so Johannsen, sei ja jedes Dorf im Amt Arensharde schön. Dem schloss sich Amtsvorsteherin Petra Bülow an, die der Gemeinde die Grüße des gesamten Amtes überbrachte. „Besonders freue ich mich, dass wir im letzten Jahr das zehnjährige Jubiläum des Amtes feiern konnten“, sagte sie. Auf dem Plan für dieses Jahr stehe vor allem der Ausbau der Amtsverwaltung. Außerdem, und das sei besonders erfreulich, wurde Silberstedt in das Städtebauprogramm des Bundes aufgenommen.

Der Finanzausschuss-Vorsitzende Wolfgang Schulz erklärte, dass es keinesfalls darum ginge, aus Silberstedt eine Stadt zu machen. Vielmehr solle der ländliche Raum gestärkt stärken werden. „Wir werden alle älter und es ist wichtig, junge Menschen und Familien in die Dörfer zu bekommen, bevor hier nachher jeder mit einem Rollator durch das Dorf läuft“, sagte Schulz. Für ihn besonders wichtig sei auch das Thema Internet. Der Breitbandzweckverband „Mittlere Geest“ hat es sich zum Ziel gesetzt, jedes Haus in der Region mit einem Glasfaseranschluss zu versehen und wenn alles gut laufe, so Schulz, könne man damit nach Ostern in Schuby und Lürschau beginnen.

Ausbau und Förderung sind in diesem Jahr in allen Bereichen ein großes Thema in der Gemeinde. Das fängt schon bei den ganz Kleinen im Kindergarten an. Die Erzieherinnen Inge Horn und Anke Ullrich hoffen auf die Möglichkeit zum Ausbau der Kita, da es für viele Kinder keinen Platz mehr gebe und sie so auf Kindergärten in den umliegenden Dörfern ausweichen müssten.

Eng verbunden mit dem Kindergarten ist der Bau eines Tagespflegezentrums für ältere Bürger. Projektleiter Lutz Schnoor hofft, dass nach der Sommerpause alles fertig sei. „Wir möchten einen ‚Garten der Generationen‘ zwischen der Tagespflege und dem Kindergarten bauen, in dem man sich austauschen kann und Gemüse und Obst anbaut, um dann vielleicht auch zusammen zu kochen“, fügte Schulz hinzu.

Auch die Kinder- und Jugendarbeit soll weiter gefördert werden und dafür wurde vor einem halben Jahr die Einrichtung eines Familienzentrums bewilligt. Zuständig dafür ist Natascha Johannsen, die sich derzeit schon um den Spielkreis kümmert. „Es fehlt die gezielte Jugendarbeit in der Gemeinde“, so Johannsen. Darum gebe es künftig zusätzlich zum Kinder- und Jugendtreff für die Sechs- bis Zwölfjährigen auch einen Treff für ältere Jugendliche. Dafür wurde ein Kooperationsvertrag mit dem TSV Silberstedt geschlossen.

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