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Zehn-Jahres-Vertrag : Jagel wird Zentrum der Tierkörperverwertung im Land

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schlachtabfälle und Kadaver aus ganz Schleswig-Holstein werden künftig bei Rendac in Jagel verarbeitet. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze.

von
erstellt am 06.Feb.2014 | 12:47 Uhr

In Jagel entstehen neue Arbeitsplätze. Das bestätigte gestern auf Nachfrage Oliver Röttcher, Geschäftsführer der „Rendac Tierkörperverwertung GmbH“. In der Jageler Außenstelle des Unternehmens aus Belm-Ickern bei Osnabrück arbeiten zurzeit 40 Angestellte, die pro Woche rund 1000 Tonnen Fleisch von toten Tieren und besonders belastete Schlachtabfälle verarbeiten. Mit Beginn des nächsten Jahres wird sich die Produktion von Tiermehl und Tierfett noch erheblich erweitern. Grund dafür ist die Entscheidung der Landesregierung, die Verantwortung für die Tierkörperverwertung künftig selbst zu übernehmen. Bisher sind dafür noch die Kreise und kreisfreien Städte zuständig.

In einem Auswahlverfahren des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft und ländliche Räume setzte sich schließlich das Werk in Jagel gegen einen Konkurrenten aus Neumünster durch. Das Ministerium begründete die Wahl damit, dass die Jageler am besten für die Aufgabe geeignet seien und zudem die wirtschaftlichste Beseitigung von tierischen Nebenprodukten anböten. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Vertrag über zehn Jahre geschlossen.

In der Zentrale der Tierkörperverwertungs-Firma laufen inzwischen die Vorbereitungen auf die neue Aufgabe. Eine große räumliche Erweiterung des Werkes werde es nicht geben, erklärte Oliver Röttcher. „Wir planen jedoch einige Umbauten und neue Sozialräume für unsere Mitarbeiter“, sagte der Geschäftsführer. Um die zusätzliche Arbeit bewältigen zu können, wird allerdings personelle Verstärkung notwendig sein. Wie viele neue Arbeitsplätze in Jagel zusätzlich geschaffen werden – darauf wollte sich Röttcher noch nicht festlegen.

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