Fluglärm : Jagel: Nato-Großübung „Tiger Meet“ startet Montag

Fliegerhorst in Jagel Nato-Manöver „Tiger-Meet“
Zwei Wochen lang werden auf dem Fliegerhorst in Jagel ab Montag Jets und Hubschrauber aus verschiedenen Nato-Ländern das traditionelle Manöver „Tiger-Meet“ abhalten.

Rund 120 Starts und Landungen pro Tag extra: Ab Montag startet auf dem Fliegerhorst in Jagel die zweiwöchige Nato-Großübung „Tiger Meet“.

shz.de von
11. Juni 2014, 14:05 Uhr

Jagel | Die Menschen in der Region um den Fliegerhorst in Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) müssen sich von Montag an wieder auf mehr Fluglärm einstellen. Grund ist der Beginn der Nato-Großübung „Tiger Meet“. „Das ist die größte Übung von Luftstreitkräften der Nato in Europa“, sagte Oberst Hans-Jürgen Knittlmeier am Mittwoch. „Dadurch werden wir rund 120 Starts und Landungen pro Tag extra haben.“ Normalerweise gebe es in Jagel täglich zwischen 20 bis 25 Starts und Landungen.

Insgesamt werden 1100 Soldaten bis zum 27. Juni an der Übung im Norden beteiligt sein. Mehr als 70 Luftfahrtzeuge aus zehn Nationen nehmen daran teil, darunter beispielsweise die Türkei, Norwegen und Tschechien. Unter den Maschinen sind neben Tornados und Eurofightern sowie dem Kampfhubschrauber Heer auch Mirage und F-16. „Es werden Luftkriegsoperationen trainiert“, sagte Knittlmeier. Zu den Szenarien gehörten Operationen mit UN-Mandat wie beispielsweise die Überwachung einer Flugverbotszone oder die Unterstützung von Bodentruppen in einem innerstaatlichen Konflikt.

Der Hintergrund des „Tiger Meet“ ist ungewöhnlich: Beteiligt sind nur Staffeln, die eine Raubkatze im Wappen haben. Das Spielerische setzt sich in einem Wettbewerb um das schönste Flugzeug fort, denn jede Staffel will ein entsprechend angemaltes Flugzeug mitbringen.

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