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Hegering in Angeln : Jäger drohen Naturschützer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zwischen Nils Sönnichsen vom BUND-Kreisvorstand und den Jägern aus dem Raum Schleswig eskaliert der Streit.

Der Idstedter Naturschützer Nils Sönnichsen, Vorstandsmitglied des BUND im Kreis, stand im Mittelpunkt der Versammlung des Hegerings III  b, der die Reviere der Gemeinden Böklund, Klappholz, Schnarup-Thumby, Stolk, Struxdorf und Uelsby umfasst. Der Mann suche seit einiger Zeit gezielt nach Fehlverhalten von Jägern wie unerlaubter Fütterung und bringe dieses zur Anzeige. Nach Meinung der Jäger bewegt er sich dabei auf unerlaubtem Gelände, stört die Ruhe des Waldes und behindert die Jagd. „Das sind Gesetzesverstöße nach dem Landesjagd- und dem Landeswaldgesetz“, erklärte Hegeringleiter Bernd Gorr. Doch seien diese schwer zu beweisen. Er appellierte deshalb an seine Jagdgefährten, Gegenanzeigen zu stellen. Dazu sollten sie bei einem derartigen Gesetzesverstoß Zeugen dazu holen und Personalien feststellen. „Sonst wird das Vergehen schwer zu beweisen sein“, sagte er und Jäger Johannes Petersen demonstrierte sogar, wie man das Beweismaterial des Naturschützers bei Bedarf zur Unterstützung der Gegenanzeige benutzen kann.

Man geht davon aus, dass dem Anzeigenden bei Bearbeitung der Papierflut aus den resultierenden Anhörungsbogen die Lust an weiteren Anzeigen vergeht. Klaus Henning Jensen, Vorsitzender der Kreisjägerschaft hatte eine noch einfachere Empfehlung: „Macht nur, was wir dürfen, dann kann er uns nichts wollen!“

Diese Aussage bezog er auch auf die Benutzung bleihaltiger Munition. „Wer mit Blei schießt, verliert seinen Jagdschein“, erklärte er. Denn das sei im Moment verboten. Doch solle man die eigene Bleimunition nicht entsorgen, da die Vorteile bekannt seien und zu erwarten sei, dass sie nach einer Karenzzeit wieder zugelassen werde. Das Einschießen mit bleifreier Munition sei auf dem Schießstand in Rurup kontinuierlich möglich gewesen. Und auf dem Stand in Klein Bennebek seien die Umbauarbeiten bald abgeschlossen.

Bei dem Streckenbericht fiel auf, dass die Zahl der erlegten Rehe höher war als in den letzten Jahren. „Aber es gab weniger verunfallte Tiere als in den Jahren vorher“, so Gorr. Den Preis für den stärksten erlegten Bock erhielt Jürgen Fintzen. Das beste Revier wurde Struxdorf.

Für langjährige Mitgliedschaft im Landesjagdverband wurden geehrt: Hans Südmeyer und Ferdinand Dreesen (60 Jahre), Otto Mordhorst und Werner Prehn (50 Jahre), Gerd Lorenzen und Hans-Heinrich Held (40 Jahre) sowie Hans-Peter Davids (25 Jahre).

 

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