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BBZ Schleswig : Internats-Anbau kostet bis zu 3,75 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Berufsbildungszentrum stellt Architekten-Entwürfe für Erweiterung vor.

Hans Hermann Henken und Udo Rosenberg legten sich mächtig ins Zeug. Bei der Vorstellung der Architekten-Entwürfe für die Erweiterung „ihres“ Internats zogen der Leiter des Berufsbildungszentrums und sein Stellvertreter vor dem Kulturausschuss alle Register, um die Mitglieder von der Notwendigkeit einer üppigen Investition zu überzeugen. Architektin Dörte Bünning vom Kappelner Büro Sunder-Plassmann stellte drei unterschiedliche Varianten vor, die je nach Ausstattung und Größe zwischen 2,7 und 3,75 Millionen Euro kosten sollen.

Henken machte deutlich, dass sie sich in einem Wettbewerb mit anderen Zentren befinden, die ebenfalls mit viel Geld aufgerüstet werden. Das Internat sei ein geeignetes Mittel, um den Standort Schleswig zu stärken und langfristig zu etablieren. Dabei setzen Henken und seine Mitarbeiter vor allem auf die Ausbildung der Sport- und Fitness-Kaufleute. Sie stellen das Hauptkontingent der Übernachtungen im vorhandenen Gebäude mit 30 Betten, das allerdings zu klein und zudem noch stark sanierungsbedürftig ist. Immerhin hat das BBZ inzwischen auf eigene Kosten die maroden Sanitäranlagen in Ordnung bringen lassen – doch damit sei es längst nicht getan, wie Henken und Rosenberg deutlich machten. Sie legten dem Ausschuss Unmengen von Zahlen vor, aus denen unter anderem hervorging, dass eine Verdoppelung der Bettenzahl notwendig sei. Zudem plädierten sie für einen große Lösung mit Seminarräumen und einem Fitnessraum. Der sei allerdings nicht als Freizeitbeschäftigung gedacht, sondern diene der Ausbildung der Sportkaufleute.

Von dem Gedanken, das vorhandene Internat abzureißen und komplett neu zu bauen, haben die Architekten Abstand genommen. Statt dessen wurden drei Versionen von Anbauten vorgestellt. Sie reichten von der Vollversion mit vier Geschossen inklusive Aufzug, Fitnessbereich und Seminarräumen bis zu einer eher günstigeren Variante, die lediglich als Bettenhaus errichtet werden könnte. Aber auch die Kosten für diese Sparversion wurde immer noch mit rund 2,7 Millionen Euro beziffert.

Um den Mitgliedern des Ausschusses einen Eindruck von den Gesamtkosten der Investition zu vermitteln, stellte Markus Winter, im Kreishaus für die Finanzen verantwortlich, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Seit Fazit: Es besteht zwar Hoffnung auf eine Förderung von maximal 750  000 Euro, dennoch werden die Erträge die Kosten auch langfristig nicht decken – gleichgültig, ob für 2,7 oder 3,7 Millionen Euro gebaut wird.

In seine Berechnung hat Winter geschätzte Erhöhungen von Personal-, Energie- und anderen Kosten eingerechnet, jedoch mit gleichbleibenden Übernachtungserträgen von zehn Euro pro Person und Tag kalkuliert.

Der Ausschuss nahm Architektenpläne und Berechnungen zunächst nur zur Kenntnis. Eine Entscheidung für eine der Variante n aber muss bald fallen, damit rechtzeitig Fördermittel beantragt werden können.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 07:04 Uhr

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