Schleswig : Internationale Diebesbande aufgeflogen

Blaulicht
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Sieben Männer aus Deutschland und Litauen sind der Polizei ins Netz gegangen. Sie sollen für eine monatelange Einbruchserie verantwortlich sein.

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14. März 2014, 22:45 Uhr

Mehrere Lastwagenladungen waren nötig, um die sichergestellte Beute aus einem Versteck bei Rendsburg in die Asservatenkammer zu transportieren. Die Polizei hat eine siebenköpfige Bande ausgehoben, die „professionelle Bunker“ eingerichtet hatte, um ihr Diebesgut zu horten.

Die Männer bestritten offenbar über mehrere Monate ihren gesamten Lebensunterhalt mit ihren Raubzügen. Wie viele Einbrüche ihnen genau zuzuordnen sind, konnte Polizeisprecher Matthias Glamann gestern noch nicht sagen. „Aber wir sprechen nicht nur von zehn Taten, sondern von einer deutlich höheren Zahl“, erklärte er und sprach von „hoher krimineller Energie“. Dabei seien die bisher ermittelten Fälle vermutlich „nur die Spitze des Eisbergs“. Die Männer drangen in Wohnungen, Werkstätten und Lagerhallen ein. Mit Vorliebe nahmen sie technische Geräte und Kraftstoff mit. Sie waren vorwiegend in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde tätig, aber auch in Dänemark.

Drei der Verdächtigen waren bereits im vergangenen Dezember verhaftet worden. Ihre Kollegen waren international zur Fahndung ausgeschrieben. Sie wurden inzwischen in Schweden, Frankreich und Litauen festgenommen. Bei der Polizei ist von einer „osteuropäischen Diebesbande“ die Rede, die Männer seien litauische und deutsche Staatsbürger. Nach monatelanger akribischer Arbeit sei es gelungen, die Struktur der Bande offenzulegen. Die Bezirkskriminalinspektion in Flensburg hatte eigens eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die von den Kriminalpolizeistellen in Schleswig, Rendsburg und Neumünster unterstützt wurde. Weitere Informationen hat die Polizei für die kommende Wochen angekündigt.

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