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Tourismus in der Schlei-Region : Innovationen für Urlauber auf dem Gesundheitstrip

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Gesundheitstourismus wird in der Region künftig eine immer größere Rolle spielen. Experten der Fachhochschule Heide wollen helfen, für die Branche innovative Produkte zu entwickeln.

Gesundheitstourismus gilt als das Stichwort für die wichtigste strategische Ausrichtung von Schleswig und der Schlei-Region. Und zwar, seit Anfang dieses Jahres das Gutachten vorgelegt wurde, in dem der Flensburger Experte Professor Roland Trill in einem 127-seitigen Gutachten – in den SN vorab zu lesen – zu der Feststellung gelangt war: „Die Region hat Potenzial, sich zu einem gesundheitstouristischen Standort zu entwickeln.“ Zugleich aber betonte Trill auch: „Sie ist es noch nicht!“

Seither wird an diesem „Noch nicht“ gearbeitet. Insbesondere von den lokal-regionalen Tourismus-Vermarktern, der Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS). Und mehr noch, seit Max Triphaus als Nachfolger von Anke Lüneburg die Geschäftsführung der Gesellschaft übernommen hat. Nachdem sich die Stadt Schleswig am westlichen Ende des Fjords beim Trill-Gutachten engagiert hatte, ist jetzt mit Damp der Ort unweit des östlichen Endes der Schlei in Vorlage getreten. Ende August beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, bei der Aktivregion Schlei-Ostsee einen Etat von brutto 17 255 Euro zu beantragen. Mit dem Geld soll vor allem ein Vermarktungskonzept für den Gesundheitstourismus erstellt und umgesetzt werden; zudem sind eine Gesundheitsbroschüre geplant sowie das Coaching durch einen externen Experten.

So lässt sich festhalten, dass die Lenkungsgruppe Gesundheitstourismus, die sich nach der Trill-Studie in Schleswig unter Federführung des lokalen IHK-Repräsentanten Stefan Wesemann gegründet hatte und die in der Zwischenzeit mehrfach getagt hat, einiges anstoßen konnte. Ihre Mitglieder – zu ihnen gehört auch Helios-Chef Florian Friedel – haben in einem „Ideenpool“ aufgeschrieben, welche Bausteine sie gesundheitstouristisch ausfindig machen konnten; die Rubrizierungen dafür lauten: Essen & Trinken, Sport & Aktivitäten, Natur, Medizinische Angebote und Kultur.

In einem nächsten Schritt soll die Liste ergänzt und sortiert werden. Ziel ist die „Entwicklung einer gesundheitstouristischen Landkarte für die Destination Ostseefjord Schlei“. Das klingt wie eine universitäre Seminararbeit – und ist es auch. Denn hier kommt die Fachhochschule Westküste ins Spiel. Die Heider Institution gilt als besonders kompetent in Sachen Tourismusforschung. In einem Seminar unter Leitung von Anke Lüneburg – die wiederum als energische Vorgängerin von Triphaus die Szenerie an der Schlei gut kennt – soll eine Ist-Analyse der gesundheitstouristischen Anbieter erstellt werden, um daraus dann „neue innovative Produkte (zu) entwickeln“. Projektstart: Oktober 2013. Kosten: nix, da das Projekt universitär eingebettet ist.

Einen Vorgeschmack auf das Marketing solcher für Schleswig und die Schlei typischen „Produkte“ liefert das 2014er Urlaubsmagazin der Ostseefjord Schlei mit dem Titel „365 Tage“ (siehe Foto). Im Mittelpunkt des reich bebilderten und professionell layouteten Vermarktungs-Katalogs stehen auch in diesem Jahr sechs große Reportagen mit Einblicken in die Urlaubswelt an der Schlei. Prominent dabei: Oliver Firla, der Wirt des Odins in Haddeby und seine feinheimischen regionalen Lieferanten. Und dann ist da noch, erstmals, die Gesundheitsregion, die am Beispiel der bereits vorhandenen Anbieter Hotel Waldschlösschen in Schleswig, Ostsee-Resort Damp und des Schleswiger Unternehmens Betreuung und Pflege vorgestellt wird. OFS-Geschäftsführer Max Triphaus ist sich sicher: „Das ist erst ein Anfang. Diese Karte können wir noch viel besser ausspielen.“

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erstellt am 16.Sep.2013 | 14:00 Uhr

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