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Neues Sportangebot : In Nübel rollen bald die Kugeln

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Nübeler Sportverein TVK hat eine Boule-Sparte ins Leben gerufen. Die neu geschaffene Bahn befindet sich am Dorfgemeinschaftshaus – jetzt fehlen nur noch die passenden Kugeln.

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erstellt am 26.Aug.2014 | 07:45 Uhr

Der Sportverein TVK Nübel hat eine neue Sparte: Boule. Fast komplett in Eigenleistung haben Claus-Peter Hübener und sein selbsternannter „Handlanger“ Eckhard Stoltenberg eine Boule-Bahn unweit des Nübeler Dorfgemeinschaftshauses gebaut. 120 Stunden Arbeit haben sie investiert, unterstützt von der Gemeinde, durch die die notwendigen Baggerarbeiten ausgeführt worden waren. „Man unterstützt, wo man unterstützen kann“, sagt Bürgermeister Jürgen Augustin.

Bei den Maßen von vier mal 15 Metern habe man sich an die österreichische D-Norm gehalten. „Das war das einzige, was das iPad hergegeben hat, denn wir hatten ja keine Ahnung“, sagt Hübener schmunzelnd. Doch damit erfülle man nun internationale Standards, was den Bürgermeister zu der Aussage verleitet: „Dann können wir hier ja die Weltmeisterschaft austragen.“

Doch vorerst ist die Boule-Bahn als Ausweichsport für die Altfußballer gedacht. Mit 14 Mann spiele seit 35 Jahren „ein und derselbe Haufen“ Fußball, sagt Hübener. „Der älteste von uns ist mittlerweile 71. Daher wollen wir eine Sportart machen, die jeder kann und bei der wir auch unsere Frauen mitnehmen können.“ Daher werde ein Großteil der Truppe den Fußball gegen die Boule-Kugeln eintauschen: „Wir werden es einfach versuchen.“ Jürgen Augustin freut sich darüber, dass drei Jahre nach Einrichtung der BMX-Sparte für Jugendliche mit dem Boule-Angebot nun etwas für die ältere Generation getan wird. Dennoch betonen Hübener und Stoltenberg, dass sie auch auf jugendliche Mitspieler hoffen, „sonst stirbt der Sport ja wieder aus“. Und Andreas Roewer, Vorstandsmitglied des TVK, ergänzt: „Wir hoffen, durch die Boule-Bahn Leben in den Verein zu kriegen.“ Durch die langen Schulzeiten werde es immer schwieriger, den Verein auszulasten. Dagegen wolle man etwas tun, „sonst werden wir zu Schlafdörfern“.

Eine entscheidende Anschaffung fehlt allerdings noch, um mit dem Spiel loslegen zu können: Die Kugeln. „Kein Geschäft in Schleswig bietet sie an“, beklagt Claus-Peter Hübener. Und in Kiel oder Flensburg bekomme man nur „Jahrmarktkugeln“ für sechs Euro. Bessere Kugeln würden dagegen im Dreierpack 90 Euro kosten.

Vielleicht ist bis zum Spielbeginn ja auch ein weiterer Wunsch in Erfüllung gegangen: Eine kleine Hütte zum Sitzen. Genug Platz ist jedenfalls da – bei Bedarf auch für eine Erweiterung der Bahn.

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