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Schleswiger Nachrichten

25. November 2017 | 06:35 Uhr

Treia : In der Kita Storchennest wird es eng

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nicht alle angemeldeten Kinder können in der Einrichtung untergebracht werden. Möglicherweise muss eine Gruppe in einen Raum in der Schule ausweichen.

Während einige Kindergärten im Amtsbereich Silberstedt noch freie Plätze haben, wird es in anderen sehr eng – vor allem im Storchennest in Treia. Nach den vorliegenden Zahlen werden im kommenden Kindergartenjahr nicht alle Jungen und Mädchen aufgenommen werden können, teilte Bürgermeister Johann Nissen in der Sitzung des Gemeinderates im Osterkrug mit. Dies sei vor allem auf die Anmeldung vieler U-3-Kinder zurückzuführen. Die Gemeindevertretung und auch der Kindergartenbeirat stimmten überein, dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

Um Abhilfe zu schaffen, wurden verschiedene Lösungen ins Auge gefasst: Ausweichen auf andere Räumlichkeiten wie beispielsweise Jugendraum, Pastorat oder Schule, Aufstellen eines Containers, wie andernorts schon geschehen, Einrichtung einer Waldkindergartengruppe oder auch Abgabe von Kindern an andere Kindergärten.

Die Gemeinderatsmitglieder favorisierten das Ausweichen auf die Grundschule, die Platz hätte und in der auch die geforderten Sanitärräume vorhanden sind. Nissen hatte diesbezüglich bereits mit Schulleiterin Antje Harmsen Kontakt aufgenommen. Sie sei mit dieser Lösung einverstanden, erklärte der Bürgermeister. Lediglich einige Spiele müssten angeschafft werden, dann könnte eine Gruppe mit sieben oder acht Kindern einen von der Schule entbehrlichen Klassenraum nutzen. Allerdings würde diese Lösung nicht billig werden, denn dafür müssten zusätzlich zwei Mitarbeiterinnen eingestellt werden. Die zuständige Fachbearbeiterin vom Kreis, Gitta Bümann, habe jedoch bereits erklärt, dass dies nicht möglich sei. Entweder müsse eine Regelgruppe mit mindestens elf Kindern in die Schule mit einer Erzieherin und einer Sozialpädagogischen Assistentin (SPA) ausgegliedert werden. Oder es müssten zwei Tagespflegegruppen mit jeweils fünf Kindern in zwei Räumen und für die Betreuung zwei Tagesmütter oder zwei SPAs zur Verfügung stehen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollen die Räumlichkeiten in der Schule noch durch den Kreis besichtigt werden.

„Die Möglichkeit mit der Schule halte ich für die beste Lösung, zumal dadurch bereits eine Bindung der Kinder zur Schule hergestellt wird“, sagte Gemeindevertreter Michael Rüscher.

Zudem wurde bekannt gegeben, dass Manon Brumm, für das Projekt „Musikgarten“, das in der Vergangenheit meist durch Spendengelder finanziert worden war und bei den Kindern und den Erzieherinnen bestens ankam, leider nicht mehr zur Verfügung stehe. Ersatz über die Kreismusikschule zu bekommen, scheiterte, auch wären die Kosten erheblich höher ausgefallen, hieß es. Zurzeit werde eine weitere Möglichkeit geprüft, die aber noch nicht in die Tat umgesetzt werden konnte.

Für die Sommerferien ist das Streichen der Gruppenräume vorgesehen. Weil 14 Tage voraussichtlich dafür nicht reichen, muss für einige Tage die Nutzung des Jugendraumes ins Auge gefasst werden.


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