zur Navigation springen

Schleswig : In der Bücherei ist wieder mehr Betrieb

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Zahl der ausgeliehenen Bücher steigt. Der Förderverein „Alibris“ steht vor einem Führungswechsel.

von
erstellt am 21.Apr.2014 | 10:30 Uhr

Es geht wieder aufwärts. Ein Blick auf die Zahlen macht das deutlich. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind in der Stadtbücherei 46 496 Bücher, CDs und andere Medien ausgeliehen worden. Das sind über 2000 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. „Wir haben die Krise überwunden“, sagt Büchereileiterin Ursula Nielsen. Noch vor kurzer Zeit wusste sie nicht, ob ihre Einrichtung überhaupt noch eine Zukunft hat. Der Kreis Schleswig-Flensburg strich seinen jährlichen Zuschuss, die Stadt verkaufte die Bücherei-Immobilie und suchte vergeblich nach neuen, kleineren Räumen.

Vor drei Jahren wurden die Öffnungszeiten gekürzt und zwei der acht Mitarbeiterinnen entlassen. Einige Monate darauf tat sich eine Gruppe Schleswiger Bürger zusammen, um einen Förderverein für die Bücherei zu gründen. Der Verein „Alibris“ ist für Ursula Nielsen schnell zu einem Partner geworden, der gar nicht mehr wegzudenken ist. Allein im vergangenen Jahr unterstützte er die Arbeit der Bücherei mit 2000 Euro. Geld, das dringend benötigt wird, um die Atmosphäre zwischen den Bücherregalen mit neuen Möbeln angenehmer zu gestalten. Der Verein hatte auch eine Anschub-Finanzierung für die „Onleihe“ gegeben, den Verleih von E-Büchern. Von den 3100 registrierten Nutzern der Bücherei nehmen immerhin 100 dieses Angebot bereits wahr. Mit seinen Veranstaltungen trägt „Alibris“ zudem dazu bei, dass die Bücherei in der Öffentlichkeit regelmäßig präsent ist. „Alibris“ konnte den gesundheitlich bedingten Rücktritt seines Vorsitzenden Ulrich George zum Jahreswechsel offenbar ohne große Probleme kompensieren. Derzeit führt die zweite Vorsitzende Susanne Pertiet die Geschäfte. Auf der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, 23. April, ab 18 Uhr in der Bücherei soll eine Nachfolgerin gewählt werden. Als mögliche Kandidatin gilt die frühere Bürgervorsteherin Anke Carstens-Richter.

Vom Umzug der Bücherei in kleinere Räume ist inzwischen keine Rede mehr. Nach zwei Jahren Bauarbeiten am Gebäude können Ursula Nielsen und ihre Kolleginnen inzwischen wieder ohne Beeinträchtigungen arbeiten. Die Stadt Schleswig ist in ihrer früheren Immobilie inzwischen Mieterin. Der neue Eigentümer hat es „Alibris“ nachgetan und ebenfalls bereits für die Büchereiarbeit gespendet. Und seit einem Jahr ist die Bücherei auch am Montagnachmittag wieder geöffnet.

> Öffnungszeiten: montags 14.30 bis 18.30 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags 10 bis 13.30 Uhr und 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr, sonnabends 10 bis 13 Uhr. Internet: www.stadtbücherei-schleswig.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen