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Schleswig : In den Paulihof kehrt wieder Leben ein

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Als Unternehmer Michael Fey vor vier Jahren den Paulihof oberhalb des Gottorfer Barockgartens kaufte, wollte er den Umbau zu einem Wohnhaus schnell abschließen. Jetzt steht das Projekt kurz vor dem Abschluss.

So langsam hat sich der Staub im Paulihof wieder gelegt. Dort wo im Frühjahr noch hunderte Handwerker wuselten und die Bagger rangierten, ist es wieder etwas ruhiger geworden. „Das liegt aber nur daran, dass im Moment alle Handwerker im Urlaub sind“, sagt Michael Fey. Viele Arbeiten stehen aber auch nicht mehr in dem ehemaligen – berühmt berüchtigten – Kinder- und Jugendheim hinter dem Berufsbildungszentrum (BBZ) an. Die Hälfte der 16 Wohnungen ist sogar schon vermietet, berichtet Fey. Und das Interesse an den verbliebenen acht Wohnungen sei schon jetzt beachtlich. Zum Ende des Jahres soll der komplette Umbau abgeschlossen sein.

„Jetzt müssen sich die Interessenten sonntags auch nicht mehr die Nase an den Fensterscheiben platt drücken“, erklärt Inhaber Fey. Seit ein paar Tagen sind zwei Musterwohnungen fertiggestellt, die die Interessenten begutachten können. Beide haben rund 100 Quadratmeter Fläche, die in zwei oder drei Zimmern aufgeteilt werden. Auffällig sind vor allem die großen Fenster, die dreifach verglast sind und somit die Energiekosten senken.

„Der Bau wurde von der deutschen Energie-Agentur begleitet, die ein Konzept erstellt und die Kosten für den gesamten Bau berechnet hat“, erklärt der 55-jährige Unternehmer. Dadurch seien die Mietpreise, die für die Musterwohnungen bei rund 900 Euro liegen, auf lange Zeit gesehen sehr günstig, meint Fey. Um die Nebenkosten weiter zu drücken, wurden alle Wohnungen zudem komplett entkernt und mit einer Innenwanddämmung aus „atmungsaktivem Stein“ (Multipor) versehen. Der Denkmalschutz hätte eine Außenwanddämmung allerdings sowieso verhindert. Das Resultat sind Nebenkosten in Höhe von 45 Cent im Monat für Heizung und Wasser pro Quadratmeter. In einer der beiden Musterwohnungen würden die Mieter somit 45 Euro Extrakosten im Monat haben.

Es sei aber nicht das alte Gebäude im neuen Frack, dass den Reiz dieser neuen Wohnanlage ausmache: „Das Projekt ist Lage, Lage, Lage“, sagt Inhaber Fey und spielt damit auf die Nähe zur Stadt und der Natur an. Zu Fuß könne man zum Beispiel die Ladenstraße in 15 Minuten erreichen. Der größte Wald in Schleswig liegt direkt nebenan. Auch das benachbarte BBZ würde die Lage nicht trüben, denn „Lärm machen die Schüler auf keinen Fall“.

Während der Sommerferien ist das natürlich nur schwer zu überprüfen. Dennoch sprechen die bereits vermieteten Appartements eine klare Sprache. Sollte das geplante Café im westlich an den Paulihof angrenzenden Gebäude Wirklichkeit werden, würde es die Neugier sicherlich nicht schmälern. Die verschickten Bauvoranfragen für das Café oder mehrere Ferienwohnungen seien auf jeden Fall positiv beantwortet worden, so Fey. „Ich selbst könnte das Café aber nicht betreiben und dann muss man sehen, ob sich so etwas für jemand anderen überhaupt lohnt“, erklärt der Unternehmer. Ferienwohnungen erscheinen daher als die wahrscheinlichere Variante. Da schon jetzt einige Touristen nach dem Gebäude gefragt hätten, wäre das wohl auch keine schlechte Idee.

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erstellt am 16.Aug.2014 | 07:45 Uhr

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