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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 09:46 Uhr

Immer mehr Ärger mit den Mietern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Kropper Ortsverein von Haus & Grund verzeichnet starken Mitgliederzuwachs

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2015 | 10:56 Uhr

Schimmelbildung an den Wänden, Ruhestörungen, ausstehende Mietzahlungen, Streit um Kündigungen – das sind klassische Themen, mit denen sich Vermieter häufig konfrontiert sehen. „Die Leute haben immer mehr Ärger mit ihren Mietern“, hat Horst Brommann-Schmidt, Vorsitzender des Kropper Ortsvereins von Haus    &  Grund, festgestellt. Dies sei wohl der entscheidende Grund dafür, dass Haus- und Wohnungsbesitzer verstärkt Beistand in seiner Organisation suchen, mutmaßt er. Im vergangenen Jahr verzeichnete diese einen Mitgliederzuwachs um satte 20 Prozent. Und auch in diesem noch jungen Jahr haben bereits zehn Immobilienbesitzer einen Aufnahmeantrag unterschrieben, so dass der Kropper Verein nunmehr 165 Mitglieder zählt. „Und das, ohne viel Werbung zu machen“, wie Brommann-Schmidt sagt.

Die Interessenvertretung der Immobilienbesitzer bietet ihren Mitgliedern juristischen Beistand und fachkundliche Beratung zu sämtlichen Fragen rund um Haus und Grundstück an. Die Beiträge richten sich nach Art und Größe der Immobilie. Im Schnitt zahlen die Mitglieder 50 Euro pro Jahr.

Wie groß der Bedarf an Beratung ist, das zeige sich bei den regelmäßigen Sprechstunden, die die Juristen des Landesverbandes vor Ort abhielten, wie Brommann-Schmidt erklärt. Normalerweise kalkuliere er pro Beratung mit zehn Minuten. „Doch im Februar kamen gleich zehn Mitglieder auf einen Schlag. Entsprechend lang dauerte die Sprechstunde.“ In vielen Fällen seien es sozial schwache Familien, die ihren Vermietern Ärger bescherten, so Brommann-Schmidt. Sein Rat an die Mitglieder: „Passt auf, wenn einer aus der Großstadt aufs Land zieht.“

Auch landesweit steigen die Mitgliedszahlen seit einigen Jahren an. Zählte der Landesverband 2012 noch 63  224 Mitglieder, sind es aktuell bereits 65  847. Dieser Zustrom gehe vorwiegend auf verstärkte Werbung zurück, sagt der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende, der Schleswiger Rechtsanwalt und Notar Michael Schlüter. Die Werbung falle auf fruchtbaren Boden, weil die unübersichtliche Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften und gerichtlichen Entscheidungen im Mietrecht es dem Einzelnen fast unmöglich machten, ständig auf dem Laufenden zu bleiben und entsprechend zu handeln. Zudem hat auch Schlüter festgestellt, dass die Probleme mit Mietern zunehmen. So gebe es in seinem Schleswiger Ortsverein (1318 Mitglieder) vornehmlich in den Schlichtbauten eine besonders hohe Fluktuation an Mietern. Schlüter führt dies auf die Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus zurück. „Das betrachte ich mit Sorge.“

Die in der Politik heiß diskutierte Mitpreisbremse zeigt indes weder in Schleswig noch in Kropp Auswirkungen. „Das ist mehr ein Thema auf Sylt, Föhr oder im Hamburger Speckgürtel“, sagt Brommann-Schmidt.

Der Kropper Ortsvereinsvorsitzende kann derweil in Zukunft damit rechnen, „eine angemessene Aufwandsentschädigung für seine Tätigkeit“ zu erhalten. Denn dieser Passus wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung in die Satzung aufgenommen. Über die Höhe der Aufwandsentschädigung soll allerdings erst auf einer der nächsten Mitgliederversammlungen entschieden werden.

Bei der Jahresversammlung, in der es zudem um Themen wie Heizkesselaustausch, Energiepass, Melde- und Eichgesetz ging, wurden zudem folgende Personen für ihre 20-jährige Mitgliedschaft im Kropper Ortsverein geehrt: Peter Frahm, Hans-Heinrich Jöns sowie das Ehepaar Marlis und Dieter Klische.

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