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Vereinigung gegründet : Image-Offensive für rote Rinderrassen

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Viehzüchter aus aller Welt schließen sich in Angeln zur "International Red Dairy Breed Federation" zusammen

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 07:38 Uhr

Süderbrarup/Schleswig | Die auf Einladung des Verbandes Deutscher Rotviehzüchter abgehaltene Weltrotviehkonferenz schloss mit der Gründung einer internationalen Vereinigung, die Image und Verbreitung der roten Rinderrassen fördern soll. "Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der internationalen Rotviehzucht", erklärte die aus Tolk stammende Vorsitzende der deutschen und europäischen Rotviehzüchter, Christina-Johanna Paulsen-Schlüter. Es freue sie außerordentlich, dass diese Gründung ausgerechnet in Angeln erfolgt sei.

Die bisher eher als informeller Club geführte Viehzüchtervereinigung erhält nun als "Internationale Red Dairy Breed Federation" (IRDBF) einen festen Rahmen. Sie soll den Kontakt der Mitglieder fördern, für rote Rinderrassen werben und die Zuchtziele vorantreiben. Der Aufbau des neuen Zusammenschlusses soll durch eine Arbeitsgruppe gestaltet werden, die sich alle sechs Wochen trifft. Sie besteht aus Claus-Peter Tordsen (Deutschland), Jan-Ole Mehlby (Norwegen), Alf Eriksson (Schweden), Tanel Bulitko (Estland) und Steve Snowdon (Australien). Anna Troester (USA) gehört ebenfalls dieser Gruppe an, da sie die nächste Weltrotviehkonferenz - geplant für 2015 - in den USA ausrichtet.

Der eigentliche Konferenztag in Schleswig bestand aus Vorträgen über die genetische Selektion von Rinderrassen, Zuchtprogramme und Kreuzungszucht von Rotvieh sowie einer Betrachtung der Wirtschaftlichkeit der Angler Kuh.

Außerhalb des Konferenzsaales gab es ein umfangreiches Beiprogramm. Es begann mit der Tierschau "Süderbrarup am Abend" in der Angelnhalle (wir berichteten) und wurde fortgesetzt mit der Besichtigung von Einrichtungen der Rinderzucht in Schleswig-Holstein. Dabei konnten Spermaverarbeitung und -lagerung ebenso begutachtet werden, wie eine "Bullenparade", der momentanen Test- und Wartebullen.

Nach einer Fahrt mit dem Schleidampfer folgten Besichtigungen weiterer Betriebe in Angeln. Während einer "Poster Session" gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über den aktuellen Entwicklungs- und Leistungstand sowie über die Zuchtprogramme des Rotviehs in den verschiedenen Nationen zu informieren. Die Teilnehmer nutzten diesen Rahmen zu einem regen Austausch und intensiven Fachgesprächen.

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