Auf der Freiheit : Im „Paulssstheater“ ist der letzte Vorhang gefallen

Alte Zeiten: André Eckner (li.) und Sven Stäcker  bei der „Regentrude“-Premiere im Mai.
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Alte Zeiten: André Eckner (li.) und Sven Stäcker bei der „Regentrude“-Premiere im Mai.

Zu wenig Publikum: André Eckner und Sven Stäcker haben ihr ambitioniertes Kleinkunstprojekt aufgegeben.

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28. Dezember 2013, 07:45 Uhr

Sie waren im Frühjahr mit großen Plänen gestartet – jetzt haben Sven Stäcker und André Eckner ihr „Paulssstheater“ auf der Freiheit wieder geschlossen. Am vergangenen Sonntag fiel der letzte Vorhang. Die „Rumpelstilzchen“-Vorstellung vor Weihnachten habe noch einmal ein großen Publikum gefunden, sagt Eckner. Aber über die Monate hinweg habe die Kleinkunst-Bühne, die in den Räumen der „Heimat“ zu Hause war, einfach zu wenige Zuschauer gehabt. „Aufwand und Nutzen standen in keinem Verhältnis mehr.“ Man habe nicht nur viel Zeit in das Projekt investiert, sondern auch Geld. „Unser Angebot hat sich in Schleswig nicht so schnell herumgesprochen, wie wir es uns gewünscht hätten“, sagt Eckner.

Er und Stäcker sind ehemalige Ensemblemitglieder des Landestheaters. Schauspieler Eckner wird möglicherweise auch in Zukunft mit Projekten in Schleswig präsent bleiben. Puppenspieler Sven Stäcker legt seinem bisherigen Publikum „das hervorragende Angebot von Sonja Langmack in der Trauminsel des Schleswig- Holsteinischen Landestheaters“ ans Herz.

Die kleine „Trauminsel“ ist die einzige Bühne auf dem alten Theater-Grundstück am Lollfuß, auf der noch immer Aufführungen stattfinden, seit das Haupthaus wegen Einsturzgefahr gesperrt ist. Stäcker hatte die Puppenbühne selbst gegründet. Als sein Vertrag dort im vergangenen Jahr auslief und nicht verlängert wurde, gründete er das „Paulssstheater“.

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