Im Juni rollen die Abrissbagger an

Hoffen, dass der Abriss ohne Komplikationen verläuft: (v.l.) Bürgermeister Arthur Christiansen, Bauleiter Jörn Wiese und Mitarbeiter Sascha Bertow von der Firma Peter Glindemann sowie Björn Sothen vom Projektentwickler BIG-Städtebau.
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Hoffen, dass der Abriss ohne Komplikationen verläuft: (v.l.) Bürgermeister Arthur Christiansen, Bauleiter Jörn Wiese und Mitarbeiter Sascha Bertow von der Firma Peter Glindemann sowie Björn Sothen vom Projektentwickler BIG-Städtebau.

Vorbereitungen für den Rückbau des Schleswiger Hertie-Kaufhauses laufen auf Hochtouren / Zum Jahresende sollen Arbeiten erledigt sein

shz.de von
31. Mai 2018, 19:44 Uhr

Lange hat es gedauert. Jetzt aber nimmt der Abriss des alten Hertie-Kaufhauses Fahrt auf. Im Innern sind die Mitarbeiter des beauftragten Abbruchunternehmens Peter Glindemann bereits seit Wochen dabei, Materialien und Schadstoffe zu trennen. „Im Laufe des Juni“, sagt Bauleiter Jörn Wiese gestern bei einem Ortstermin, „geht es mit den eigentlichen Abrissarbeiten los.“

Dann wird es zunächst dem Haus Stadtweg 68 an den Kragen gehen. In dem Nebengebäude war lange die Schallplattenabteilung des Kaufhauses untergebracht, zuletzt war dort ein Zeitschriftenladen ansässig. „Um Platz zu haben“, hat man sich dazu entschieden, mit diesem Haus anzufangen. Erst danach, voraussichtlich im August, kommt das Hauptgebäude an die Reihe. Zuletzt muss dann der ehemalige Waschsalon weichen. Dieses Haus hatte die Stadt erst kürzlich erworben, der Grundbucheintrag fehlt aber noch – und damit auch die Abrissgenehmigung und der entsprechende Auftrag.

Bei den anderen beiden – und deutlich größeren – Gebäuden ist man also schon einige Schritte weiter. Im Haupthaus wurden bereits Böden entfernt, große Teile Metalle und Holz wurden voneinander getrennt. Entsprechend trostlos sieht es in den einzelnen Etagen aus, in denen nur noch wenig an die guten, alten Kaufhaus-Zeiten erinnert. Allein im ehemaligen Restaurant steht noch immer viel von der alten Einrichtung. „Unser Ziel ist es, in etwa den Rohbauzustand zu erreichen. Dann können wir abreißen. Ende des Jahres wollen wir fertig sein“, sagt Wiese. Bis dahin werden seine Männer aber noch einige Container füllen müssen. Unter anderem müssen auch noch Asbest-Platten aus dem Obergeschoss entfernt werden.

Derweil betont Bürgermeister Arthur Christiansen, dass es weiterhin mehrere interessierte Investoren für eine Nachnutzung des Hertie-Grundstückes gebe. „Und zwar aus dem ganzen Bundesgebiet.“ Er hoffe deshalb, dass der Bauausschuss doch noch grünes Licht gibt für den Abriss des Parkhauses im Schwarzen Weg. Denn nur dann könne man im Rahmen der Innenstadtsanierung die Ausschreibung für die Gestaltung der Wege und Plätze (Freiraumplanung) angehen. „Diese soll aus einem Guss kommen. Dadurch gibt es eine enge Verknüpfung zwischen Hertie und dem Parkhaus. Und das hat natürlich auch Einfluss auf mögliche Investoren“, sagt auch Björn Sothen vom Projektentwickler BIG-Städtebau, der die Innenstadtsanierung (zwei Drittel der Kosten übernehmen Land und Bund) koordiniert.

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