Wirtschaft in Schleswig : IHK warnt vor höherer Gewerbesteuer

Der Plessenhof, Sitz der Schleswiger Tourist-Information.
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Der Plessenhof, Sitz der Schleswiger Tourist-Information.

Präsident Sörensen: „Schleswig kann es sich nicht leisten, unattraktiv zu sein“.

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07. Dezember 2018, 15:17 Uhr

Schleswig | Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Flensburg hat abermals die Pläne der Schleswiger Politik kritisiert, im kommenden Jahr die Gewerbesteuer anzuheben. „Hohe Gewerbesteuersätze können Unternehmer davon abhalten, sich für einen Standort zu entscheiden oder im schlimmsten Fall zu Abwanderung führen. Die Entscheidung über eine Steuererhöhung ist deshalb sorgsam abzuwägen. Schleswig kann es sich nicht leisten, in diesem Bereich unattraktiv zu sein“, betont IHK-Präsident Rolf-Ejvind Sörensen in einer gestern verschickten Pressemitteilung. Die konjunkturelle Lage rechtfertige höhere Gewerbesteuersätze nicht, so Sörensen, der selbst in Schleswig ein Versicherungsbüro betreibt.

Der IHK-Präsident verwies darauf, dass die letzte Gewerbesteuererhöhung erst im Frühjahr 2015 erfolgte. „Schleswig steht im Wettbewerb mit anderen Regionen“, so Sörensen. Käme es neben steigenden Energiekosten zu einer Erhöhung des Gewerbesteuersatzes, so würde die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe direkt gefährdet.“

Der städtische Finanzausschuss hatte in der vergangenen Woche beschlossen, den Hebesatz für die Gewerbesteuer von 370 auf 380 Prozent zu erhöhen.

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