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Schleswiger Nachrichten

19. Oktober 2017 | 12:03 Uhr

Schleswig-Schuby : Hochbetrieb im Gewerbegebiet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Asphaltierungsarbeiten machen das Gelände an der Autobahn-Anschlussstelle in Schuby zugänglich. Bei der Suche nach Käufern sollen die Expo Real und ein Einweihungsfest helfen.

von
erstellt am 15.Aug.2015 | 07:09 Uhr

Im Interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby herrscht Hochbetrieb. Noch sind es nicht die zahlreichen Gewerbebetriebe, die sich die zusammengeschlossenen Kommunen für das 28 Hektar große Gelände an der Bundesstraße 201 wünschen, sondern Bauarbeiter, die das Areal bezugsfertig machen. „Wir sind dem Zeitplan sogar voraus“, sagte gestern Burkhard Otzen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wireg, „der milde Winter und der schöne Sommer haben uns in dieser Hinsicht in die Karten gespielt.“ Breitbandkabel für zeitgemäße Kommunikation und Gasrohre , das interne Straßennetz ist befahrbar. Die letzte Asphaltschicht allerdings soll erst zum Abschluss der Bauarbeiten verlegt werden Man will seinen Kunden ja schließlich beste Bedingungen präsentieren.

Zurzeit beschränken sich die Arbeiten nicht mehr allein auf das gewaltige Areal. Weil die Zufahrt asphaltiert wird, sind aus Sicherheitsgründen auf der Bundesstraße Ampeln ausgestellt worden – der Verkehr wird einspurig an dem Baugeschehen vorbeigeleitet – mit den üblichen Nebenwirkungen auf die Autofahrer, die zeitweise ein wenig Geduld aufbringen müssen.

Burkhard Otzen ist überzeugt, dass das Gewerbegebiet spätestens im Oktober bezugsfertig ist. Und er blickt diesem Zeitpunkt hoffnungsvoll entgegen, weil die Wireg auch für die Vermarktung zuständig ist. „Die interessierten Unternehmen haben wir zwar alle mit Planzeichnungen versorgt – aber es lässt sich wesentlich leichter und konkreter verhandeln, wenn man an Ort und Stelle zeigen kann, um was es wirklich geht.“

Noch immer hat sich kein Unternehmen per Unterschrift entschieden, sich nahe der Autobahnabfahrt Schuby niederzulassen. Doch Otzen gibt sich zuversichtlich. Es gebe viele Unternehmen aus Deutschland und Dänemark, die sich ernsthaft für den Standort interessieren. Darunter auch einige aus dem Bereich des produzierenden Gewerbes – „und das interessiert uns wegen der damit verbundenen Arbeitsplätze natürlich besonders.“

Verträge haben Otzen und der Zweckverband noch nicht abgeschlossen – aber bereits eine Reihe von Absagen verteilt. Betreiber von Autohöfen, Tankstellen, Imbissbetrieben und sogar jemand, der einen Solarpark installieren wollte, haben nach Auskunft von Otzen angefragt – und alle die gleiche Antwort erhalten. „Das passt weder in unsere Bestimmung noch in unser Konzept“, sagt Otzen, der aber einräumt, dass es so genannte Graubereiche gibt – Unternehmen, die nicht genau in das Planungsrecht passen, die man aber doch gern hätte. „In solch einem Fall müssten wir nach Kiel marschieren, um zu verhandeln. Wir dürfen auf keinen Fall riskieren, möglicherweise Fördermittel zurückzahlen zu müssen.“ Immerhin 4,4 Millionen hat das Land in Person von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zum Projekt beigesteuert.

Beim Bemühen um Unternehmen werden mehrere Wege beschritten. Einer führt Anfang Oktober nach München. Auf der Expo Real, eine internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, will man das Projekt Interkommunales Gewerbegebiet Schleswig-Schuby einem großen Publikum vorstellen. Aber Otzen schwebt auch eine direktere Methode von. „Wenn das Gebiet bezugsfertig ist, wollen wir Einweihung feiern – und dazu natürlich alle Interessenten einladen.“

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