Böelschuby : Historischer Brand: Besser löschen als 1904

Amtsvorsteher Thomas Detlefsen (l.) übergibt die „Silberne Glocke“ im Beisein von Ralf Hansen (2. v. l.) und Bürgermeister Rainer Stahmer (rechts) an Böelschubys Wehrführer Karsten Rothberg.
Amtsvorsteher Thomas Detlefsen (l.) übergibt die „Silberne Glocke“ im Beisein von Ralf Hansen (2. v. l.) und Bürgermeister Rainer Stahmer (rechts) an Böelschubys Wehrführer Karsten Rothberg.

Die Feuerwehr Böelschuby stellt zum Jubiläum einen verheerenden Brand von vor 111 Jahren nach.

shz.de von
09. Juli 2015, 15:45 Uhr

Auch die Freiwillige Feuerwehr Böelschuby besteht seit 125 Jahren. Bei einem Festakt in der Halle Nissen, Böelwesterfeld, würdigten die Gäste deren Arbeit. „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Böelschuby – das bedeutet schon mehr als ein Jahrhundert lang verantwortungsbewusste Arbeit und ständige Einsatzbereitschaft für die Gemeinschaft“, führte der stellvertretende Amtswehrführer Helmut Schwebel an. Bürgermeister Rainer Stahmer dankte dafür. „Außerdem heißt es 125 Jahre Mitgestaltung des dörflichen Lebens“, ergänzte er und übergab gemeinsam mit Böels Wehrführer Ralf Nöhren 60 Meter Erstangriffsschlauch mit einem Hohlstrahlrohr sowie eine Feuerwehraxt.

Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Hansen überbrachte die Glückwünsche des Kreisfeuerwehrverbandes und übergab einen Glaspokal mit Urkunde. Er wies auf die neuen Aufgabenstellungen für die Feuerwehren hin und betonte, dass Feuerwehren auch Geschichte machen.

„Die Verantwortung wird nicht weniger werden“, bekräftigte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen die Tendenz. Doch sei ihm bei einem Anteil von 25 Prozent der wehrfähigen Bürger als aktive Feuerwehrleute nicht um die Zukunft Böelschubys bange. Besonders hob er die Tatsache hervor, dass die Feuerwehr Böelschuby sogar mit Wehren aus drei Ämtern zusammenarbeite. Im Namen des Landes übergab er die „Silberne Glocke“.

Dem Festakt vorangegangen war eine Feuerwehrübung mit den Wehren aus Böelschuby, Böel, Mohrkirch, Norderbrarup und Schnarup-Thumby. Dabei war das Szenario eines Großbrandes von 1904 nachgestellt worden. Damals war trotz Hilfe aus den Nachbarorten fast das gesamte Dorf abgebrannt. Dank moderner Technik reichte diesmal eine halbe Stunde für die fünf beteiligten Wehren aus, um das Feuer bereits im Keim zu ersticken.

Auf dieses Ereignis mit seinen manchmal auch komischen Seiten ging Wehrführer Karsten Rothberg auch in seinem geschichtlichen Rückblick ein. Dabei verknüpfte er geschichtliche Personen mit anwesenden Nachkommen. Besonders stolz war er, dass bis zur Fusion dreier Gemeinden zur heutigen Gemeinde Boren die Gemeinde Böel mit 66 Feuerwehrmännern und einer Feuerwehrfrau die personell stärkste Einheit des Amtes gewesen war.

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