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Künstler aus Geltorf : Hier entsteht das Herz eines Blauwals

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Reiner Götsche arbeitet an einem begehbarem Exponat für eine Ausstellung im „Waloseum Norddeich“ im niedersächsischen Norden.

Meeresbiologie zum Staunen und Anfassen „made in Geltorf“: Mit der Nachbildung eines Blauwal-Herzens in Originalgröße hat Ausstellungsgestalter Reiner Götsche erneut einen umfangreichen Auftrag an Land gezogen. Nach „Archi“, dem Architeuthis-Riesenkalmar, Walross „Hartmut“, Wahlhai-Modell „Heiner“, zahlreichen Robben, Fischen und anderen Meerestieren folgt nun der Nachbau eines lebensgroßen Wal-Herzens, dessen rund zehn Quadratmeter großer Innenraum am Ende begehbar sein wird.

Ein Blauwal wird im Durchschnitt bis zu 30 Meter lang – entsprechend groß und bis zu einer Tonne schwer fällt das Herz des Säugetieres aus. Der Herzmuskel und seine vier Herzkammern haben viel zu tun: 2000 bis 5000 Liter Blut werden mit großer Kraft in zwei bis sechs Herzschlägen pro Minute durch die Hauptschlagader gepumpt, die beim Wal 20 Zentimeter Durchmesser umfasst. Im Vergleich: Herzschlagfrequenz und Ruhepuls eines gesunden Menschen betragen 50 bis 100 Schläge pro Minute. Die menschliche Aorta umfasst rund drei Zentimeter. Beim Blauwal fällt eben alles größer aus. Derzeit ähnelt das Nachbau-Herz eher einem Iglu der Inuit.

Täglich feilt Götsche an dem Kunststoff-Rohling in seiner Werkstatt und behält dabei sein vorab gefertigtes Modell im Mini-Format immer im Auge. Ende Juni soll das Ausstellungsstück fertig sein, das dann einen Platz im „Waloseum Norddeich“ in Norden (Niederachsen) erhalten wird. Dort haben weitere Exponate des Geltorfer Künstlers und Illustrators ein Domizil erhalten, ebenso in der dortigen Seehundstation. Doch bis es soweit ist, hat Götsche noch viel zu tun, schließlich muss das Herz laminiert, gespachtelt, geschliffen und bemalt werden. Aus sicherheitstechnischen Gründen und damit das XXL-Exponat am Ende überhaupt aus der Werkstatt heraus bugsiert werden kann, wird es in zwei Hälften geteilt und mit einem Klettverschluss versehen. „Sicher ist sicher“, sagt der Geltorfer . Eine schnelle Rettung von Menschen aus dem Inneren des Ausstellungsstückes sei damit gewährleistet.
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