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Schleswiger Nachrichten

13. Dezember 2017 | 21:46 Uhr

Hesterberg-Theaterpark für 16,5 Mio.

vom

Machbarkeitsstudie liegt vor / Sondersitzung der Ratsversammlung am 21. Mai / Allein die Schadstoffsanierung kostet 780 000 Euro

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

schleswig | Am 30. April erhielten die 19 Gesellschafter der Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester GmbH interessante Unterlagen von der Post. In ihren Briefkästen fanden sie die sehnlich erwartete Machbarkeitsstudie, die die Hamburger DFZ Generalplaner GmbH unter dem Titel "Ein Theater für Schleswig - Theater- und Kulturzentrum Hesterberg" im Auftrag der Stadt Schleswig angefertigt hat. Tags zuvor war das 66-Seiten-Papier Mitgliedern der Ratsversammlung und anderen Beteiligten im Ständesaal präsentiert worden. Es ist auf der Internetseite der Stadt Schleswig www.schleswig.de einsehbar.

Die DFZ-Spezialisten für das "Bauen im Bestand", mehrfach als Architekten ausgezeichnet und erprobt im Umgang mit Theaterprojekten, hatten zu überprüfen, ob sich das derzeit als Volkskunde-Museum und früher militärisch genutzte Gelände für die notwendigen Umbauten und den Neubau des Schleswiger Stadttheaters als einer der drei Spielstätten des Landestheaters eignet und was eine solche Neukonzeption kosten würde.

Für die Ausarbeitung war ihnen eine enge Frist von gerade einmal sechs Wochen gesetzt worden. Denn die Zeit drängt. Bis zum 31. Juli muss sich die Stadt entschieden haben, ob man definitiv in den Hesterberg-Plan einsteigen will - sonst müsste der Vertrag mit dem Landestheater gekündigt werden. Deswegen wird sich schon am 21. Mai, wenige Tage vor der Kommunalwahl, die Ratsversammlung auf einer Sondersitzung mit dem Thema befassen. Die Chancen für ein positives Votum stehen gut, denn aus dem Kreis der Fraktionsvorsitzenden gab es am Montag "kaum Nachfragen", wie Bürgermeister Thorsten Dahl erleichtert feststellte.

Die DFZ-Planer haben aber auch ganze Arbeit geleistet. In enger Abstimmung mit Fachbereichsleiterin Dr. Julia Pfannkuch und basierend auf dem Konzept von Landestheater-Chef Peter Grisebach wurden nicht nur detailliert Daten zusammengetragen, sondern das Gelände wurde bereits auch architektonisch überplant. Herausgekommen ist dabei ein Theaterpark, wie es ihn, so Architekt Peter Dinse, "in Deutschland wohl nicht ein zweites Mal gibt". Dabei ist der einzige Neubau das Theater selbst, die anderen Gebäude werden umgenutzt für den Fundus, für Probe-, Studio- und Kindertheaterbühne sowie für Werkstätten und Verwaltung.

Das kostet in etwa so viel, wie auch geschätzt worden war, nämlich 11,6 Millionen Euro. Mit Baunebenkosten und Mehrwertsteuer summiert sich die Schlußsumme auf 16,5 Millionen Euro.Darin enthalten ist als wesentlicher Posten auch die fällige Schadstoffsanierung in Höhe von 783 722 Euro - eigentlich ein Betrag, den die LandesmuseenStiftung, der das Gelände noch gehört, finanzieren müsste. Abgesehen davon aber "könnten wir eigentlich morgen anfangen zu bauen", freut sich Bürgermeister Dahl.

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