Herzenssache

TSV-Vorsitzender Udo Assall (v.r.), Feuerwehrmann Lars Bockmeyer und Sicherheitsbeauftragter Patrick Schmidt freuen sich über die Anschaffung des AED-Gerätes.
TSV-Vorsitzender Udo Assall (v.r.), Feuerwehrmann Lars Bockmeyer und Sicherheitsbeauftragter Patrick Schmidt freuen sich über die Anschaffung des AED-Gerätes.

Selker Gemeindevertretung investiert in Defibrillator für Sport- und Kulturzentrum

shz.de von
24. Mai 2018, 16:29 Uhr

Plötzliche Herzprobleme oder gar ein Herzstillstand können jeden treffen. Dann ist es gut, wenn zur Ersten Hilfe ein automatisierter externer Defibrillator (AED) zur Hand ist. Er kann Menschenleben retten.

Ein solches AED-Gerät hat die Gemeinde Selk nun am Sport- und Kulturzentrum installiert. Rund 1600 Euro haben die Verantwortlichen dafür investiert. Nun sind Ersthelfer in einem möglichen Notfall nicht mehr allein auf Notruf und Herzdruckmassage angewiesen, sondern können zur Rettung von Menschenleben das medizinische Gerät einsetzen.

AED-Defibrillatoren sind einfach zu handhaben und insbesondere für die Anwendung durch Laienhelfer gedacht. Eine Software im Gerät analysiert den Herzrhythmus. Danach wird das lebenswichtige Organ mit gezielten Stromstößen behandelt. So können etwa Herzrythmusstörungen, Kammerflimmern oder Kammerflattern beendet und ein regelmäßiger Herzschlag angeregt werden.

Ein wesentlicher Faktor in der Lebensrettung ist Zeit. Von Selk aus befand sich das nächste lebensrettende Gerät bisher rund fünf Kilometer entfernt im Edeka-Markt in Fahrdorf – eine Strecke, die im Notfall zu weit ist. So freuen sich nun neben dem TSV-Vorsitzende Udo Assall viele Selker über den neuen AED-Defibrillator. Assal weißt darauf hin, dass das Sport- und Kulturzentrum als Begegnungsstätte von zahlreichen Menschen und Besuchern aller Altersgruppen genutzt wird – darunter die Amtsfeuerwehrkapelle, der Kindergarten, die Mäusegruppe , die Feuerwehr, die Jugendbläser, die Schützengilde sowie die Gemeinschaft der Dorfchronik und viele weitere mehr.

Der TSV übernimmt aber die Kosten für die regelmäßige Wartung des Gerätes, das bestens sichtbar im Eingangsbereich eingebaut wurde. Die Anwendung des Gerätes – das auch für den Notfall bei Kindern ausgerüstet ist – bedarf keiner medizinischen Ausbildung. „Und wenn man nur einem Menschen damit helfen kann, hat sich die Anschaffung bereits gelohnt“, sagte Assall – in der Hoffnung, dass der Defibrillator dennoch nie eingesetzt werden muss. Assall bedankte sich bei den Vertretern der Gemeinde. Sämtliche Vereine und Verbände der Gemeinde Selk nahmen an der Einweisung des Gerätes und Auffrischung der „Ersten Hilfe“ teil.

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