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Amtsgericht Schleswig : Hertie-Zwangsversteigerung abgesagt

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Am Donnerstag um 10 Uhr sollte eigentlich das Schleswiger Hertie-Gebäude (vormals Karstadt) im Amtsgericht unter den Hammer kommen. Daraus wird nun nichts.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Es ist dasselbe Spiel wie vor zwei Jahren: Alles war vorbereitet für die Zwangsversteigerung des Hertie-Gebäudes im Stadtweg. Jetzt ist sie im letzten Moment abgesagt. Seit Monaten stand der Termin im Amtsgericht fest: Donnerstag, 18. September, 10 Uhr. Ein „großes, sechsgeschossiges Kaufhausgebäude mit Parkdeck sowie anliegendes, viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus“ findet sich seither in den Bekanntmachungen des Gerichts. „Es bestehen erhebliche Mängel und Schäden“, heißt es lapidar. Mit der Versteigerung wollte die Stadt Schleswig ihre Forderungen eintreiben: Grundsteuern, Straßenreinigungsgebühren und so weiter.

Doch jetzt wurde die Zwangsversteigerung abgesagt. Einen Tag vor dem Termin. Das bestätigte Amtsgerichtsdirektor Christian Blöcker auf Nachfrage der Schleswiger Nachrichten. "Wir haben von der Stadt Schleswig die telefonische Nachricht erhalten, dass die geforderte Zahlung eingegangen ist." Jetzt warte man nur noch auf die schriftliche Bestätigung.

Ein Sprecher des Berliner Immobilien-Unternehmens, das seit anderthalb Jahren einen Käufer für das leer stehene Kaufhaus sucht, hatte schon vor einer Woche angekündigt, dass es wieder so laufen werde wie vor zwei Jahren, als die Stadt Schleswig schon einmal die Zwangsversteigerung veranlasst hatte. Damals hatte nicht der insolvente Hauseigentümer hat die Schulden bei der Stadt beglichen, sondern die Deutsche Bank als Treuhänderin.

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