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Nach ESC-Auftritt : Helene Nissen: „Dankbar, dass ich dabei sein konnte“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Helene Nissen aus Hollingstedt hofft nach ihrem dritten Platz beim ESC-Vorentscheid auf eine Zukunft im Musikgeschäft.

Schleswig | Fröhlich wirbelt Helene Nissen über die Bühne, das Mikrofon fest in der Hand. Dabei singt sie das erste der zwei potenziellen Lieder, die für einen Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew im Mai in Frage kommen: „Wildfire“. In der ersten Runde des ESC-Vorentscheids am Donnerstagabend hat die 20-Jährige mit ihrem Lieblingslied, Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“, Jury und Zuschauer überzeugt und ist unter Freudentränen mit ihren beiden Konkurrenten Axel Maximilian Feige und Isabella „Levina“ Lueen in Runde zwei eingezogen. Von Lena Meyer-Landrut, Florian Silbereisen und Tim Bendzko gibt es nach beiden Auftritten nur lobende Worte, und sie sehen die Hollingstedterin schon im Finale des Vorentscheids. Doch die Zuschauer machen dem einen Strich durch die Rechnung, und Helene Nissen scheidet aus – aber nicht enttäuscht, sondern „dankbar, dass ich beim Wettbewerb dabei sein konnte“.

„Das ist nicht das letzte Mal, dass du auf der Bühne stehst“, sagte Moderatorin Barbara Schöneberger zum Abschied, und auch Lena Meyer-Landrut war begeistert von der fröhlichen Schülerin, die zum Berufsbildungszentrum (BBZ) in Schleswig geht. Florian Silbereisen hat Helene Nissen sogar kennen gelernt. „Er war super nett. Er hat mir viel Glück gewünscht und war einfach super freundlich“, schwärmt die fröhliche junge Frau.

Nicht nur die Jury, auch Helene Nissens Mitschüler, die im BBZ ein „Public Viewing“ organisiert hatten, um mit der Klassenkameradin mitzufiebern, waren begeistert. Die jungen Leute freuten sich über den dritten Platz, den die 20-Jährige hinter Axel Maximilian Feige und Isabella „Levina“ Lueen belegte. 120 Schüler, Lehrer und weitere Gäste kamen in die Pausenhalle, jubelten und klatschten – und schickten unzählige SMS-Nachrichten ab, um die Hollingstedterin in die nächste Runde zu wählen.

Andreas Koziel, Leiter des Beruflichen Gymnasiums am BBZ, erzählt: „Ich habe 50 SMS für Helene abgeschickt. Das hat sie sich verdient.“ Und Schulleiter Hans-Hermann Henken ergänzt: „Wir sind stolz auf unsere Schülerin!“

120 Gäste verfolgten Helene Nissens Auftritte beim „Public Viewing“.
120 Gäste verfolgten Helene Nissens Auftritte beim „Public Viewing“. Foto: Thomas Hill
 

Helene Nissen hat jeden Moment auf der Bühne genossen und war auch noch am Tag nach dem Wettbewerb „überwältigt von all der Unterstützung“, wie sie auf ihrer Facebook-Seite schreibt. Zeit zum Ausruhen hatte sie gestern nach eigener Aussage kaum. Schon vor 10 Uhr war sie im Radio zu hören und sprach über den ESC-Vorentscheid. Sie sei nach dem Einzug in die zweite Runde überwältigt gewesen, denn sie habe damit nicht gerechtet, erzählte sie. In Köln habe sie zudem Kontakte geknüpft und sei gespannt darauf, was sich in der nächsten Zeit ergibt.

Mit dem Wettbewerb und ihrem Ergebnis ist Helene Nissen „sehr, sehr zufrieden“. „Der dritte Platz ist mega krass, darauf kann ich sehr stolz sein“, sagte sie gestern Abend begeistert. „Ich bin froh, dass ich so weit gekommen bin und freue mich sehr für Levina.“ Die Erfahrung, die sie gemacht hat, beschrieb sie als „super cool“. Nun blickt die Hollingstedterin gespannt und auch optimistisch in die Zukunft. In der nächsten Woche geht es wieder zum Unterricht ins BBZ, wo sie ihr Abitur machen möchte. Aber trotzdem hat Helene Nissen einen großen Wunsch: „Ich hoffe jetzt, dass sich vielleicht noch etwas anderes für mich ergibt und ich meinen Traum, Musik zu machen, vielleicht doch noch verwirklichen kann.“

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erstellt am 11.Feb.2017 | 07:32 Uhr

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