Dannewerk : Heiraten im Museum und an der Waldemarsmauer

Zukünftig gehört das Danewerk-Museum am Danewerk mit historischer Kulisse der Waldemarsmauer zu den gewidmeten Außenstellen des Standesamtes in Haddeby.
Zukünftig gehört das Danewerk-Museum am Danewerk mit historischer Kulisse der Waldemarsmauer zu den gewidmeten Außenstellen des Standesamtes in Haddeby.

Die Gemeinde Dannewerk hat nun zwei offizielle Trauorte – und eine Standesbeamtin, die im ganzen Ort bekannt ist.

shz.de von
28. September 2017, 07:19 Uhr

Zukünftig können sich heiratswillige Paare in der Gemeinde Dannewerk trauen lassen. Mit der Widmung des Danewerk-Museums und der Waldemarsmauer als Eheschließungsorte sind nun auch Trauungen außerhalb des Standesamtes in der Amtsverwaltung in Busdorf möglich. Einstimmig begrüßten die Gemeindevertreter des Amtsausschusses das Vorhaben in der jüngsten Sitzung, die vor Kurzem in Busdorf stattfand.

Für Dannewerks Bürgermeisterin Anke Gosch geht damit ein Wunsch in Erfüllung. Die Fortbildung zur Eheschließungsbeamtin hatte sie bereits im vergangenen Jahr absolviert, dann aber fehlte es in der Gemeinde an gewidmeten Räumlichkeiten oder Orten. Eine Trauung im Danewerk-Museum oder, je nach Wetterlage, direkt vor historischer Kulisse der Waldemarsmauer wird nun anhand der Widmung möglich gemacht.

Weitere Möglichkeiten der Eheschließung „außer Haus“ bietet das Standesamt Haddeby in den Wikingerhäusern des Haithabu-Museums, in der Wikingerschänke und dem Marienbad in Busdorf sowie der Tenne im Landhaus am Plettenberg in Selk an.

Darüber hinaus übernehmen auch die Bürgermeister in Selk, Fahrdorf, Jagel und Dannewerk die Trauung in ihrer ehrenamtlichen Aufgabe an den dafür festgelegten Orten. 49 Paare haben sich im vergangenen Jahr im Amtsbereich das Jawort gegeben. In diesem Jahr sind es bereits 32 Hochzeitspaare. „Für das kommende Jahr liegen uns bereits einige Anmeldungen und Reservierungen vor“, sagte Natali Taichrib, Standesbeamtin in Haddeby.

Demnächst wird ein neuer Leiter der vereinigten Grundschule gewählt. Die Position ist seit Zusammenlegung der Standorte Busdorf und Fahrdorf vakant und seit Schuljahresbeginn kommissarisch besetzt. Die Mitglieder des Schulleiterwahlausschusses wurden nun bestimmt. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der acht Gemeinden wurden die Vorsitzenden des Schulausschusses sowie Stellvertreter benannt. Dazu wird es ein Gremium aus Lehrer- und Elternvertreter geben. Um den Zusammenhalt der insgesamt 250 Schüler zu stärken und der Grundschule ein einheitliches Bild zu verleihen, stimmten die Amtsvertreter der Anschaffung von Schulpullovern zu, mit denen die Kinder ausgestattet werden sollen.

„Die Idee war, beiden Schulstandorten und den Schülern damit eine gemeinsame Identität zu geben und das Wir-Gefühl zu stärken. Wir sind Haddeby“, sagte Amtsvorsteher Frank Ameis. Zukünftig wollen Haddebys Amtsvertreter jedem Erstklässler als Willkommensgruß zur Einschulung einen Pullover überreichen. Es sei jedoch keine Schul-Uniform, betonte Ameis. Nun soll zunächst ausgelotet werden, ob eine finanzielle Förderung des Vorhaben möglich ist.

Des Weiteren wird nun ein Image-Film geplant, mit dem das Amt Haddeby und seine acht Gemeinden im Internet für sich werben wollen.




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