zur Navigation springen

Schauspieler mit Hilfsprojekt : Heinz Hoenig holt seine Kinderstiftung in den Norden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Schleswiger Round-Table-Club unterstützt das Hilfsprojekt von Heinz Hoenig mit einer Gitarren-Verlosung. Der Schauspieler zieht mit seiner Stiftung von Mallorca an die Schlei.

Der Verstärker steht schon bereit – wenn Sophie Schöpf wollte, könnte sie ihre neue Gitarre sofort anschließen und die Wände des Baltic Eventmanagements in Fleckeby zum Wackeln bringen. Das rote Schmuckstück – gesponsert vom Internet-Musikhaus Thomann – hatte die Neunjährige Ende August auf dem Baltic Open Air in Schleswig gewonnen. Live auf der Bühne hatte Heavy-Metal-Sängerin Doro Pesch als Losfee den Gewinner gezogen – und dabei die Nummer der glücklichen Sophie erwischt. Zuvor hatte sich nicht nur Doro Pesch, sondern auch die Musiker der anderen Bands wie „In Extremo“ auf der Gitarre verewigt.

Die Idee zu der Verlosung hatte der Schleswiger Round-Table-Club um Präsident Arne Eggert, der mit den Einnahmen die Stiftung des Schauspielers Heinz Hoenig unterstützen wollen. „Insgesamt haben wir 2100 Lose zu je einem Euro verkauft“, so Arne Eggert. Weitere 400 Euro seien beim Nageleinschlagen eingenommen worden. So sind 2500 Euro „als kleine Anstoßfinanzierung für die Stiftung zusammengekommen“, ergänzt er in Richtung Heinz Hoenig.

Dabei ist die Stiftung des Schauspielers bereits zehn Jahre alt, hat aber zuletzt ihren Standort geändert. „Ich habe in Spanien auf Mallorca angefangen“, sagt Heinz Hoenig, der sich als „Neu-Wikinger“ bezeichnet, seitdem er vor einiger Zeit in ein Dorf bei Schleswig gezogen ist. Mit ihm zieht auch das Camp für psychisch traumatisierte Kinder in den Norden. „Wenn ich die richtigen Leute gefunden habe, bin ich drauf und dran, einen Resthof mit viel Land zu suchen“, so der Schauspieler. Dort wolle die Kinder betreuen und in Kontakt mit Tieren wie Islandponys bringen.

Doch bis es so weit ist, will er im nächsten Jahr zunächst mehrere Kindercamps auf Zeltplätzen an der Schlei organisieren. Dort sollen Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren, die Traumatisches erlebt und bisher wenig Zuspruch und Aufmerksamkeit erfahren haben, „eine andere Art von Familie“ kennen lernen, so Hoenig. Menschen, die ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. „Wir wollen den Kindern ihre Stärke und Selbstvertrauen wieder geben und ihnen das Gefühl vermitteln, sie können was.“

Wie schnell der Knoten platzen könne, habe er schon auf Mallorca erlebt. Dort seien die Kinder oftmals mit verschränkten Armen angekommen – nach wenigen Tagen öffneten sie ihre Arme und wurden damit auch lockerer und zugänglicher. Gleiches möchte Hoenig auch an der Schlei umsetzen und zeigt dabei viel Enthusiasmus: „Ich habe Spaß an der Arbeit und erhalte mir selbst meine Kindlichkeit.“

Derzeit müsse die Suche noch ruhen, „da ich freitags bis sonntags rüber nach Berlin ans Theater muss“. Doch Ende des Monats sei damit Schluss, „dann kann die Planung beginnen“, so Hoenig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen