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Pferdeklappe Norderbrarup : „Heidi“ und „Timmy“ in guten Händen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Pferde an der Pferdeklappe in Rurup abgegeben werden.

Die Pferdeklappe in Rurup hat Hochsaison. Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Pferde dort abgegeben werden. Denn am Ende der Weidesaison wissen viele Besitzer nicht mehr, wie sie ihre Lieblinge über den Winter bringen sollen. Viele dieser Tiere sind verwahrlost und halb verhungert. Ein zumindest optisches Gegenbeispiel ist die achtjährige Shetland-Stute „Heidi“ (Foto vorn). Sie hat sich – wahrscheinlich aus Stress, der aus einer Hautkrankheit resultiert – überfressen und ist dick und rund geworden. Große Stellen ihres Fells sind abgescheuert. Ohne die bereits einsetzende Pflege der Pferdeklappen-Mitarbeiter hätte das Pony bereits offene Wunden. Sie kam zusammen mit „Timmy“ (Foto, mit Helferin Kim) , einem 15-jährigen Wallach aus Mecklenburg-Vorpommern. „Timmy“ ist viel vor der Kutsche gelaufen, wurde aber in der letzten Zeit zu wenig bewegt und bettelt regelrecht um Arbeit. Die Besitzer der beiden Ponys sind über 70 und trauen sich die Versorgung der Tiere nicht mehr zu. Hilfe aus der Familie war nicht zu erwarten. „Was, wenn uns etwas geschieht? Wer kümmert sich dann? Nicht, dass sie dann zur Schlachtbank müssen“, fragten sie bei den ersten Telefongesprächen mit Petra Teegen (rechts), Geschäftsführerin der Pferdeklappe. Die Angst vor Überforderung und die Sorge, den Tieren nicht mehr gerecht zu werden, führte sie nach Angeln. Der Besitzer habe Tränen in den Augen gehabt, als er seine Lieblinge in Rurup ließ. Doch sei der Weg in die Klappe eine tröstende Lösung – auch oder gerade zu Weihnachten, fuhr Teegen fort. „Wir haben noch eine Menge Arbeit zu erledigen, um die Lebensqualität insbesondere für ,Heidi’ zu verbessern und sie von ihrem quälenden Juckreiz zu befreien.“ Ein potenzieller Abnehmer steht schon bereit.

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