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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:27 Uhr

Jübek : Haushalt ist solide

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Schuldenstand wird bis Ende des nächsten Jahres auf 942.176 Euro sinken. Das sind 358 Euro Schulden pro Einwohner gegenüber 507 Euro auf Kreis- und 657 Euro auf Landesebene.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Hauptsächlich um die Finanzen der Gemeinde Jübek ging es in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Dorfgemeinschaftshaus. Zunächst aber überraschte Bürgermeister Herbert Will die Gemeindevertretung mit einer guten Nachricht aus dem Innenministerium. Danach unterliegt Jübek als Ort mit überörtlicher Funktion bezüglich der Bebauung nicht mehr der Begrenzung durch das Landesplanungsgesetz.

Im Finanzausschuss war bereits über die Finanzen beraten worden, nachdem zuvor Ausschussvorsitzender Otto Tams die bürgerlichen Mitglieder des Ausschusses, Marten Sievers und Henning Beyer, sowie die neue Protokollführerin Simone Onur verpflichtet hatte.

Laut Nachtragshaushalt 2013 betragen die Schulden der Gemeinde Ende des Jahres 987.875 Euro. Der Verwaltungshaushalt erhöht sich um 38.000 Euro auf 3.266.800 Euro. Die Zuweisungen an andere Kindergärten erhöhen sich um 37.000 Euro auf insgesamt 71.000 Euro, der gemeindliche Zuschuss für den Kindergarten Jübek sinkt um 3600 Euro auf 292.800 Euro. Die Unterhaltungskosten der Sporthalle stiegen um 5500 Euro auf 7500 Euro, die der Gemeindestraßen um 17.000 Euro auf 42.000 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen vermindern sich um 32.000 Euro auf 420.000 Euro, dagegen steigt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um 25.100 Euro auf 679.500 Euro. Die freie Finanzspitze beträgt 5300 Euro, das sind 2,03 Euro je Einwohner.

Im Vermögenshaushalt, der sich um 81.500 Euro auf 454.700 Euro erhöht, werden für Sanierungsarbeiten an der Altenwohnanlage Norderbek 4800 Euro bereitgestellt, für Gerichts- und Gutachterkosten in Sachen Kindergarten 15.000 Euro und für den Erwerb von Baugrund 25 300 Euro. Der Landeszuschuss für die Sanierung der Brücke Weideweg wurde mit 99.800 Euro angesetzt und der Bundeszuschuss für LED-Technik auf 6700 Euro bei Bereitstellung von weiteren 32.000 Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung.

Zum Haushalt 2014 merkte der Amtskämmerer an, dass der Gemeinde Jübek ein solider Haushalt zur Verfügung steht. So wird der Schuldenstand bis Ende des Jahres auf 942.176 Euro sinken, das sind 358 Euro Schulden pro Einwohner gegenüber 507 Euro auf Kreis- und 657 Euro auf Landesebene. Der freie Finanzspielraum steigt auf 12.700 Euro, bedingt durch den höheren Einkommensteueranteil und höhere Schlüsselzuweisungen.

Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 677.400 Euro festgelegt, die Hebesätze für Grundsteuern für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, für Grundstücke und für Gewerbesteuer bleiben unverändert.

In den kommenden Jahren will die Gemeinde verstärkt Schuldentilgung betreiben. Zuschüsse an Vereine sind wie im Vorjahr veranschlagt und die Abwassergebühren bleiben auch unverändert. Beim Einkommensteueranteil kann Jübek mit Mehreinnahmen von 33 900 Euro rechnen, bei den Schlüsselzuweisungen mit 153.800 Euro mehr.

An den Kreis sind 818.000 Euro, an das Amt 945.900 Euro abzuführen. Ein großer Posten ist die Bereitstellung von 400.000 Euro für die Erschließung des Baugebietes Hochmoorweg/Süderacker. Allerdings wurde auch ein größerer Eingangsposten von 384.900 Euro aus dem Verkauf eines Grundstückes veranschlagt.

Sowohl der Nachtragshaushalt 2013 als auch der Haushaltsplan 2014 wurden einstimmig genehmigt. Danach waren alle zu einem Essen ins Hotel Goos eingeladen.

Für den „Nachtisch“ sorgte Bürgermeister Herbert Will. Er hatte drei Musiker, die aus Riga stammen, dort in einem Stadtorchester spielen und hier in Schleswig-Holstein von ihrer „deutschen Mutti in Großenwiehe“ aus manche Veranstaltung bereichern, für ein kleines Konzert gewinnen können. Helmut, Edmund und Bruno beherrschten ihre Tuba, das Sopran-Saxophon und die Posaune und sorgten für gute Stimmung. „Das ist das erste Mal, dass unser Haushalt mit Pauken und Trompeten verabschiedet wurde“, so die Bemerkung eines Gemeindevertreters.

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