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Süderbrarup : Hauben-Canarienhenne bleibt alleine

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Alle passenden Hähne waren auf der Kleintierbörse des Rassegeflügelzuchtvereins Süderbrarup in der Angelnhalle schon verkauft.

Die Kleintierbörse des Rassegeflügelzuchtvereins Süderbrarup in der Angelnhalle war trotz Parallelveranstaltungen und Kaiserwetter wieder Anziehungspunkt für viele Tierfreunde. Nach der Frühstückszeit riss der Strom der Besucher nicht ab. Viele kamen als reine „Sehleute“. Sie bewunderten das bunte Bild, das etwa 25 Aussteller mit 550 Tieren boten. Das Spektrum reichte dabei von Ziervögeln über Wachteln, Tauben, Hühner, Puten und Enten bis zu Gänsen. Und sogar einige Kaninchen waren zu haben. Doch die meisten Besucher wollten kaufen. Schnell fündig wurde Michael Conradt mit seinen Kindern Samir (5), Samantha (6) und Jamir (7). Sie waren sich bald mit dem Verkäufer über den Preis von einem Wachtelhahn und drei Hennen einig. Die Familie hat Erfahrung mit Federvieh und bereits acht Hühner Zuhause. „Wir werden die Wachteln weder nutzen noch brauchen wir die Eier“, meinte Conradt. Sie seien einfach nur zum Erfreuen da.

Weniger Glück hatte Lotte Kress aus Flensburg. „Unser Hauben-Canarienhahn ist letztes Jahr gestorben“, erklärte sie vor den Käfigen mit den gelben Sängern. Deshalb wollten sie der einsamen Henne einen neuen Gefährten kaufen. Sie war äußerst enttäuscht, dass ein anderer Interessent ihr zuvorgekommen war und bereits alle Hähne aufgekauft hatte.

Verkäufer Rolf Gottwald schlug scherzend den Kauf eines Gambelwachtelpaars vor. Doch der Preis dieses mit Häubchen besetzten Vogels liegt bei 50 Euro pro Paar. „Diese Wachteln kauft man nur aus Spaß an der Freude“, erklärte der Kreisvorsitzende der Rassegeflügelzüchter. Für die Eierproduktion würden sich Euro-Wachteln oder Lege-Wachteln besser eignen.

Gottwald sieht seine Aufgabe nicht nur im Verkauf, sondern auch in der Beratung der Käufer. Für Gambelwachteln müsse man zum Beispiel eine große Voliere mit natürlichem Bewuchs haben, da die Tiere auf Bäumen übernachten. Einem Vogelfreund, der bereits Schopfwachteln hatte, musste er vom Kauf eines Baumwachtelpaars abraten, da Schopfwachteln aggressiv gegenüber anderen Hühnervögeln sind. „Wir fragen unsere Käufer jedes Mal nach dem Hintergrund für die Haltung“, erklärte er. Und wenn das passe, gebe man ihnen auch die Tiere gerne mit.

„Mit dieser Kleintierbörse geben wir privaten Haltern die Möglichkeit, Tiere zu kleinem Preis zu erwerben“, erklärte Walter Vollertsen, Vorsitzender des Süderbraruper Rassegeflügelzuchtvereins und Organisator der Veranstaltung. Außerdem hätten die Züchter dadurch Gelegenheit, Tiere zu verkaufen, die nicht für die Zucht geeignet seien.

Neben der Angelnhalle hatten die Rassekaninchenzüchter ihr Quartier in einem Zelt aufgeschlagen. Dort begutachteten sie 116 vereinsangehörige Tiere, um den Züchtern wichtige Eckdaten zu liefern, erklärte Vereinsvorsitzender Dietmar Kruse.





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