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Band-contest im Ela-Ela : Harter Kampf um Auftritt beim BOA

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sechs Bands rangen in der Schleswiger Diskothek um die Gunst von Publikum und Jury. Denn die Gewinner spielen beim „Baltic Open Air“ im August auf der großen Bühne.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 07:57 Uhr

Es sei schon ungewohnt, so früh ins Ela-Ela zu gehen – diesen Eindruck eines jungen Mannes dürften am Freitag viele Besucher geteilt haben. Schließlich war es gerade mal 20 Uhr, als die Schleswiger Diskothek für das Warm-up zum „Baltic Open Air“ ihre Türen öffnete. Laut Veranstalter Daniel Spinler kamen 400 Zuhörer, die sich den Wettkampf der sechs Newcomer-Bands nicht entgehen lassen wollten, dessen Sieger im August neben Musikern wie „Within Temptation“ oder Suzi Quatro vor deutlich größerem Publikum auf der Bühne stehen wird.

Doch zunächst mussten sie im Ela nicht nur das Publikum, sondern auch eine Jury von sich überzeugen. Letztere bestand aus Mitgliedern der Rock-Pop-Academy von Tanja und Carsten Arndt sowie aus einem Team von Baltic-Open-Air-Veranstalter Daniel Spinler. Auch Ingo Harder hatte am Jury-Tisch Platz genommen – er stimmte zwar nicht mit ab, suchte aber noch eine Band für seine eigene Veranstaltung „Schleswig swingt“. Dieser Auftritt war gleichzeitig der dritte Preis. Fündig wurde Harder bei den Flensburger Rockern von „No Men Missin’“. Dabei bewiesen beide Seiten, dass ihr Sinn für Humor schon mal zusammen passt: Auf die nicht ganz ernst gemeinte Nachfrage der Band, ob der Name „Schleswig swingt“ was mit Swingerclub zu tun hätte, antwortete Ingo Harder lässig: „Das ist der größte Swingerclub nördlich der Elbe.“

Auf den zweiten Platz kamen alte Bekannte: Die Power-Metal-Band „Firth of Drangiss“ hatte vor einem Jahr beim Warm-up im Ela noch ihre Live-Premiere gefeiert, nun gewannen die sechs Musiker einen Bühnenplatz auf der Kieler Woche. Der Auftritt in Kiel wird ein Heimspiel für die Band mit Frontfrau Marit Böhmer. Am Freitag reichte schon ein von den Musikern gebrülltes „Schleswig!“ aus, um das Publikum auf die Tanzfläche zu locken.

Auch die Gewinnerband kam schließlich von der Kieler Förde: Am Ende holten die vier Jungs von „AK“ einen ungefährdeten Sieg. Zwar hieß es in einem ihrer vier präsentierten Songs „Ich habe kein Ziel“, das sollte sich aber spätestens mit dem ersten Platz beim Warm-up erledigt haben. Sänger Kim Thomsen konnte es anfangs nicht fassen – dementsprechend war seine erste Reaktion: „Ich bin noch geplättet. Ich sag’ gleich was.“ Spätestens als die vier Musiker erneut die Bühne rockten, wobei ihnen der Spaß an der Musik ins Gesicht geschrieben stand, hatte auch der Sänger seine Worte wiedergefunden: „Wir sind wirklich überrascht und hätten nicht gedacht, dass wir gewählt werden.“ Es folgte ein dickes Danke an die Jury „und alle, die uns gewählt haben“. Das Publikum hätte sich auf jeden Fall richtig entschieden, so Thomsen: „Und das werden wir auf dem Baltic Open Air zeigen!“

Auch Daniel Spinler war zufrieden. Die Gewinnerband sei „gut drauf und passt zu uns“ – gerade in diesem Jahr, wo das Festival eine leichte AC/DC-Ausrichtung habe.

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