Riesen-Hecht in der Treene : Harry Pastewka und der Fang seines Lebens

Angler Harry Pastewka mit seiner Beute.
Angler Harry Pastewka mit seiner Beute.

Harry Pastewka holte nach 20-minütigem Kampf einen 1,21 Meter langen und 16,4 Kilogramm schweren Hecht aus der Treene

shz.de von
30. Juni 2014, 10:02 Uhr

Eigentlich wollte Harry Pastewka aus Treia nach einem anstrengenden Arbeitstag nur seinen Kopf frei bekommen, griff zu seiner Angel und machte sich mit seinem Labradormix Conor auf den Weg zur Treene. Dass sein Ausflug schon nach zehn Minuten regelrecht in Arbeit ausarten und ihm den Fang seines Lebens bescheren würde, konnte er nicht ahnen.

Harry Pastewka angelt seit vier Jahren. Häufig versucht er sein Glück an der Treene, denn Forellenteiche mit Zuchtfischen sind nicht sein Ding: „Es ist doch etwas anderes, in der Natur zu angeln“, erklärt er. Immer an seiner Seite ist Conor: „Er freut sich, wenn ich einen Fisch an der Angel habe“, erzählt sein Besitzer, „aber mein letzter Fang hat ihm einen gehörigen Schrecken eingejagt“. Was sein Herrchen da aus dem Wasser zog, versetzte nicht nur seinen Hund in Panik, sondern auch einige Kanufahrer, die eigentlich gerade an der Anlegestelle aussteigen wollten: „Als sie sahen, was ich da am Haken hatte, sind sie schnell wieder in ihre Boote gestiegen und davongepaddelt“, muss er schmunzeln.

Mit einem Spinner als Köder hatte er einen Hecht angelockt. Der Raubfisch wehrte sich massiv und der Angler hatte alle Hände voll zu tun, um ihn am Haken zu behalten: „Man muss ganz schön aufpassen, dass die Schnur nicht reißt. Es dauerte über 20 Minuten, bis er langsam müde wurde.“ Dann aber konnte Pastewka seinen Hecht mit dem Kescher an Land holen: „Das war der Fang meines Lebens!“, freut er sich. Hechte werden in der Regel zwischen 50 und 100 Zentimeter lang, je nach Art und Geschlecht. Der Hecht aus der Treene wog 16,4 Kilogramm, maß ganze 1,21 Meter.

Inzwischen ist der Hecht filetiert und verteilt worden: „Ein Nachbar wird sich den Kopf präparieren lassen. Für mich ist das nichts. Lieber erinnere ich mich an das besondere Erlebnis und freue mich darauf, meinen Teil davon zu essen.“

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