Gewerbegebiet Schleswig-Schuby : Harry-Brot wächst an der Autobahn

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Der erste Betrieb im neuen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby zieht im Frühjahr ein.

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06. Januar 2018, 08:15 Uhr

Die Wartezeit auf das erste Unternehmen im Interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby war lang – jetzt aber wächst das neue Vertriebszentrum von Harry-Brot mit rasanter Geschwindigkeit. Es ist inzwischen nicht mehr schwer nachzuvollziehen, dass die Auslieferung der Backwaren noch im Frühjahr beginnen kann. Davon geht auch Helmut Ketelsen aus. Der Bürgermeister von Schuby ist gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbandes, zu dem sich die Stadt Schleswig und 23 umliegende Gemeinden zusammengeschlossen haben. Die feierliche Inbetriebnahme des ersten Unternehmens auf dem weitläufigen Areal will er noch in seiner Funktion als Vorsitzender miterleben, danach soll jemand anderes die Aufgabe übernehmen. „Ich werde älter“, sagt der 72-Jährige, „mein Arzt hat mir zwar grünes Licht für weiteres Engagement gegeben, mir aber auch geraten, kürzer zu treten. Und das werde ich auch tun.“

Ketelsen hat seine Entscheidung im Zweckverband bereits verkündet, die Suche nach einem Nachfolger kann beginnen. Ob der aus den Reihen der größten Anteilseigner (Schleswig, Kropp und Schuby) kommen sollte, lässt Ketelsen bewusst offen. Das ist nach der Kommunalwahl im Mai dann nicht mehr seine Sache. In einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Gewerbegebiets an der A7 zieht Ketelsen ein durchaus positives Fazit, obwohl auch aus den eigenen Reihen zeitweise deutliche Kritik an der schleppenden Vermarktung gekommen war. „Ich habe immer gesagt, dass es läuft, wenn erst mal das erste Unternehmen seine Arbeit aufgenommen hat. Und das wird bald der Fall sein.“

Ketelsen gibt seine Aufgabe im Zweckverband auch auf, um sich weiterhin auf die Gemeinde Schuby konzentrieren zu können. Bei der Kommunalwahl wird er sich erneut um einen Sitz in der Gemeindevertretung bewerben – und er ist auch bereit, erneut das Bürgermeisteramt zu übernehmen. „Wenn jemand anderes sich bereit erklärt, wäre das etwas anderes, doch danach sieht es zurzeit nicht aus.“

Dass er über die volle Periode von fünf Jahren Bürgermeister bleibt, schließt Ketelsen nach heutigem Stand aus. „Vielleicht werden es eins, zwei oder drei Jahre, bis ich meinen Ausstieg vorbereite und einen Nachfolger gefunden habe. Aber mit 75 sollte eigentlich Schluss ein.“

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