Gewerbegebiet Schleswig-Schuby : Harry-Brot sucht schon Mitarbeiter

Jetzt beginnt die Arbeit: Der Schubyer Harry-Brot-Chef Christian Blohm, Michael Otten (Wireg), Helmut Ketelsen, Harry-Brot-Geschäftsführer Jochen Eisenzapf und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (von links) durchschneiden das rote Band. Fotos: org
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Jetzt beginnt die Arbeit: Der Schubyer Harry-Brot-Chef Christian Blohm, Michael Otten (Wireg), Helmut Ketelsen, Harry-Brot-Geschäftsführer Jochen Eisenzapf und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (von links) durchschneiden das rote Band. Fotos: org

Das neue Verteilzentrum hat bereits die Arbeit aufgenommen.

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01. August 2018, 07:00 Uhr

Im interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby wird gearbeitet – nicht wie in den vergangenen Jahren an der Infrastruktur oder an der Beseitigung von Unkraut, das inzwischen auf den Gehwegen wächst, sondern richtig. Am Montag war die Verlegung der Vertriebsstelle des Schenefelder Unternehmens Harry-Brot von Tarp in das neue Gewerbegebiet abgeschlossen. Seitdem rollen jeden Abend vier große Sattelzüge mit den Produkten des Unternehmens an – und werden von dort aus an die Supermärkte im ganzen nördlichen Schleswig-Holstein verteilt.

Die Tatsache, dass es sich um die erste konkrete Ansiedlung auf der Riesenfläche an der Autobahnabfahrt Schuby handelt, spielte natürlich auch in den Grußworten eine Rolle. „Ich fahre hier fast jeden Tag vorbei“, sagte Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, der auch stellvertretender Bürgermeister in Kropp ist. „In den letzten fünf oder sechs Jahren hatte ich beim Anblick des leeren Geländes doch ein wenig Bauchschmerzen und habe mir die Frage gestellt, ob wir alles richtig gemacht haben.“

Mit Harry-Brot aber habe sich das geändert. „Wer eine Vision hat, muss auch Mut haben. Jetzt kommt die Sache ins Laufen“, sagte Brüggemeier.

Für Helmut Ketelsen, den Vorsitzenden des Zweckverbandes aus 22 Gemeinden und der Stadt Schleswig, war die gestrige offizielle Einweihung des Harry-Brot-Zentrums die letzte Amtshandlung. Am Nachmittag gab er seinen Posten ab. Zu seinem Nachfolger wurde bei der Zweckverbandsversammlung im Schleswiger Ständesaal Jürgen Augustin gewählt, der Bürgermeister von Nübel. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass in fünf Jahren alle Grundstücke im Gewerbegebiet verkauft sein mögen. Als seine Stellvertreter fungieren Arthur Christiansen (Schleswig) und Petra Schulze (Schuby).

Dass Harry-Brot zurzeit noch allein ist im interkommunalen Gewerbegebiet Schleswig-Schuby, stört die Verantwortlichen des Unternehmens nicht. Sie konzentrieren sich darauf, ihr Geschäft in Gang zu halten – und suchen schon jetzt kaufmännische Mitarbeiter. „Ich freue mich wie Bolle, dass wir endlich hier sind und der Umzug von Tarp reibungslos geklappt hat“, sagte Christian Blohm, der Vertriebsstellenleiter in Schuby. Und er erklärte auch gleich, warum gestern um die Mittagszeit kaum Verkehr herrschte in seinem Betrieb. „Der Lieferverkehr spielt sich vornehmlich in der Nacht ab, damit die Ware morgens früh in den Supermärkten frisch zum Verkauf bereit liegt.“

Näher ins Detail ging sein Chef Arne Schädlich: Die Ware für das nördliche Schleswig-Holstein, die in unseren Bäckereien in Schenefeld und Soltau gebacken wird, geht am Abend in vier großen Sattelzügen raus nach Schuby. Hier wird ab etwa 22 Uhr nach Regionen sortiert. Die Arbeit der Auslieferer beginnt zwischen 1 und 3 Uhr. Sie beliefern mit insgesamt 13 Lkw die Kunden. „Dafür ist viel Logistik notwendig“, erklärte Schädlich, wir liefern schließlich keine Stahlträger, sondern frische Ware, auf die der Kunde ein Anrecht hat.“

Ein Teil der Aktivitäten spielt sich auch in Dänemark ab, wo Aldi-Märkte mit Harry-Brot beliefert werden. „Wir müssen allerdings abwarten, wie sich das Geschäft dort entwickelt. Sollte es wie erwartet gut laufen, steht auch einer Erweiterung der Fläche für das Verteilungszentrum nichts im Wege. „Platz haben wir hier mehr als genug“, sagte Kreispräsident Ulrich Brüggemeier.

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