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Baltic Open Air : Hard-Rocker erobern Schleswig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das vierte Baltic Open Air lockt über 10.000 Fans auf die Schleswiger Freiheit. „Extrabreit“, „Schandmaul“ und der umstrittene Sänger Kevin Russell kommen 2015.

Schleswig | „Rocken wie die Wikinger“, hatten die Veranstalter des Baltic Open Airs im Vorfeld versprochen. Und sie hielten Wort: Die bebenden Lautsprecher sorgten für einen zweiten Herzschlag und den rund 10.000 Besuchern wurde nicht nur musikalisch ordentlich eingeheizt, sondern auch von der feurigen Pyrotechnik. Nachdem am Freitagabend unter anderem die Band „Subway to Sally“ die große Bühne auf der Freiheit eroberte, eröffneten am Sonnabend die norddeutschen Musik-Legenden von „Torfrock“ mit „Rollo, der Wikinger“ den zweiten Festivaltag. Gerade als der letzte Takt von „Renate“ verstummt war, erfolgte der Schwenk zur „Second Stage“. Dort machte „5th Avenue“ den Anfang.

Die Organisatoren um Daniel Spinler hatten sich ein Bühnen-wechsel-dich-Spiel überlegt. Die Rock-Fans hatten die Wahl: Entweder sie lauschten auch den nicht ganz so bekannten Bands auf der zweiten Plattform oder sie verteidigten ihren errungenen Platz vor der „Central Stage“ und verfolgten Umbau und Soundcheck. Denn auf der Hauptbühne folgte ein bekannter Gig dem anderen. „Barock“ etwa gilt als beste AC/DC-Revival-Band. Es loderten die Flammen, als sich Schleswig rockend auf den „Highway to Hell“ begab.

„Doro“ sind zwar nur vier Buchstaben, doch Frontfrau Dorothee Pesch glänzte umso mehr mit Bühnen-Präsenz. Mit ihrer international besetzten Band riss die Düsseldorferin einen „schönen Headbanger“ nach dem anderen ab. Mit „Raise Up Your Fist In The Air“ löste sie kollektive Armbewegungen in den Schleswiger Himmel aus. Die Metal-Lady sprach immer wieder von einer 30-jährigen Geschichte, was nur einen Schluss zuließ: Ganz jung kann die Gute nicht mehr sein. „Auf die nächsten 30 Jahre“, rief Doro ihren Fans zu und sang ihre Hymne: „Für immer“.

Noch länger im Geschäft sind die britischen Heavy-Metal-Pioniere von „Saxon“. „Looking fantastic“, schwärmte der ergraute Sänger „Biff“ Byford angesichts seiner ersten Stippvisite in Schleswig. Ihr großes Repertoire, darunter eine Hard-Rock-Version des Pop-Klassikers „Ride Like The Wind“, hatten „Saxon“ nicht auf der Insel vergessen.

Den Schlusspunkt setzten „In Extremo“. Die letzten Alben der 1995 in Berlin gegründeten Mittelalter-Metal-Band verkauften sich allesamt mindestens 100.000 Mal. Dementsprechend gespannt waren zahlreiche angereiste Fans, die Menge war so stark auf die „Central Stage“ fokussiert wie nie. „Wer hier feiert gerne?“, schrie Sänger Michael Robert Rhein. Dann stimmte er den Song „Viva la vida“ an. Die Massen tobten, und die Mitstreiter des 50-jährigen Frontmanns rockten nicht nur mit Gitarre und Bass, sondern auch mit Markplatzpfeife, Harfe und Drehleier.

„Super, ich bin vollkommen zufrieden. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns“, freute sich Daniel Spinler am Ende des vierten BOA. Die fünfte Auflage wirft derweil schon ihre Schatten voraus. Am letzten Augustwochenende 2015 erwartet er unter anderem die Bands „Schandmaul“, „Powerwolf“, „Sepultura“, „Extrabreit“ und „Mustasch“ auf dem Gelände auf der Freiheit. Zudem hat Kevin Russell, umstrittener Ex-Frontmann der Band „Böhse Onkelz“, sein Kommen zugesagt.

Der offizielle Vorverkauf beginnt heute. Infos: www.baltic-open-air.



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