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Wahl : Handewitts erster Bürgermeisterkandidat

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Thomas Rasmussen von der Kommunalen Wählergemeinschaft bringt sich als potenzieller Nachfolger von Arthur Christiansen in Stellung. Bisher leitet er die Flensburger Friedhöfe AöR in Flensburg.

Die Kommunale Wählergemeinschaft (KWG) macht den Anfang. Auf einer eigens einberufenen Mitgliederversammlung nominierte sie mit Thomas Rasmussen ihren Kandidaten für die Handewitter Bürgermeister-Wahl am 2. Februar 2014. Mitbewerber sind noch nicht bekannt, Amtsinhaber Dr. Arthur Christiansen scheidet definitiv im nächsten Jahr aus. Der 48-Jährige, der als Kandidat von SPD, Grünen und SSW Bürgermeister von Schleswig werden will, muss am 20. Oktober gegen den Schleswiger Frank Neubauer (CDU) in die Stichwahl gehen, da er am Sonntag nicht die absolute Mehrheit erreichte. Christiansen gilt in der Schleistadt aber als Favorit.

Thomas Rasmussen wusste, die 23 anwesenden KWG-Mitglieder während der Sitzung mit seiner rund 30-jährigen Flensburger Verwaltungserfahrung, die Hälfte davon in leitender Funktion, zu überzeugen. Zwar gab es einzelne Wortmeldungen, die das vorgezogene Auswahlverfahren durch den geschäftsführenden Vorstand und die Präsentation nur eines Bewerbers kritisierten, der geheime Wahlakt erbrachte aber ein einstimmiges Votum bei zwei Enthaltungen.

Der parteilose Thomas Rasmussen wohnt seit neun Monaten in Handewitt-City. Früh hat er eine Verwaltungs-Laufbahn bei der Stadt Flensburg eingeschlagen. Der 47-Jährige war im Sozial- und Personalbereich tätig, studierte an der Fachhochschule. Der Diplom-Verwaltungswirt leitete jahrelang die Flensburger Straßenverkehrsbehörde, fungiert als Geschäftsführer des Kommunalbetriebs „Flensburger Friedhöfe“ und war an Projekten wie der „Flensburg-Strategie“ und der Nachfolgeregelung des insolventen Campusbads beteiligt. Für Handewitt hat sich Thomas Rasmussen eine „ausgewogene Entwicklung“ unter den Ortsteilen, eine Bürgerbeteiligung bei Gemeindeplanungen – Stichwort: „auskunftsfreudige Verwaltung“ – und eine bessere Finanz-Situation auf die Fahnen geschrieben. „Der defizitäre Haushalt ist keine Katastrophe, aber der Anfang einer Katastrophe.“

Der KWG-Vorstand erklärte, schon vor über einem Jahr in die Findungsphase eingestiegen zu sein. Obwohl das Netzwerk einer etablierten Partei fehlt, gab es bald vier potenzielle Bewerber. Einer zog frühzeitig zurück, eine Frau erhielt eine Absage. Schließlich fiel eine Vorentscheidung im engeren Kreis. „Der Abstand zum anderen Kandidaten war groß“, begründete der stellvertretende KWG-Vorsitzende Klaus Neitzel, weshalb sich nur Thomas Rasmussen auf der Mitglieder-Versammlung präsentierte.

Die vier anderen im Handewitter Gemeinderat vertretenen Parteien haben sich öffentlich noch nicht zu einem Kandidaten bekannt. „Sie können mit auf den fahrenden Zug springen“, warb Klaus Neitzel für eine breite Unterstützung von Thomas Rasmussen.

Stichtermin für alle potenziellen Kandidaten ist Montag, 16. Dezember, 18 Uhr. Am Freitag, 20. Dezember, tritt der Gemeindewahlausschuss zusammen und prüft alle eingegangenen Wahlvorschläge.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 12:01 Uhr

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