Sechs Stunden Stromausfall : Halb Schleswig lag im Dunkeln

'Sicher-Strom': Die Stadtwerke-Trupps waren bis Dienstagnachmittag damit beschäftigt, die Schäden im Kabelnetz zu beheben.
"Sicher-Strom": Die Stadtwerke-Trupps waren bis Dienstagnachmittag damit beschäftigt, die Schäden im Kabelnetz zu beheben.

Die Reparaturarbeiten dauerten am Nachmittag danach noch immer an: Ein Stromausfall legte am Montagabend den gesamten Osten der Stadt Schleswig lahm.

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22. Oktober 2013, 12:31 Uhr

Schleswig | Es war am Montagabend um kurz nach 20 Uhr. Plötzlich erloschen alle Straßenlaternen. Die Fernseher gingen aus. Die Kühlschränke schalteten ab. Halb Schleswig lag im Dunkeln. Zwei Stunden später gelang es den Monteuren der Stadtwerke, das Netz wieder in Gang zu bringen – aber nur für kurze Zeit. Dann war der Strom wieder weg – und kam erst ungefähr um 3 Uhr in der Nacht wieder. Drei Erdkabel waren kaputt: Am Brautsee, an der St. Jürgener Straße und am Kattenhunder Weg. Offenbar hatte der erste Defekt Folgeschäden an weiteren Kabeln ausgelöst.

„Wir haben zwei Netze in der Stadt“, erklärte Uwe Ruff von den Stadtwerken, als er sich am Dienstag um die Mittagszeit von seiner stressigen Nachtschicht einigermaßen erholt hatte. „Das gesamte Ostnetz war betroffen.“ Wo die Grenze verläuft, war an der Straßenbeleuchtung deutlich zu erkennen. Während in der Fußgängerzone finstere Nacht herrschte, sah in der Poststraße alles normal aus. In der Schubystraße waren die Lichter östlich der Bismarckstraße aus, westlich davon brannten sie.

Von den 16.000 Stromkunden im Stadtgebiet waren etwa 5000 betroffen, schätzte Ruff. Die Stromnetze sind nicht hermetisch voneinander getrennt, deshalb gab es auch im Osten Straßenzüge, in denen der Strom weiter floss. Dort merkten die Bewohner indirekt, dass etwas nicht stimmt. Teilweise fiel das Kabelfernsehen aus, weil die Verteilerkästen keinen Saft mehr hatten. In anderen Teilen der Stadt waren Telefon und Internet tot.

Es war der größte Stromausfall in Schleswig seit mehr als einem Jahrzehnt. Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs meinte, dass die feuchte Witterung den Kabeln zugesetzt haben könnte.

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