Wikinger-Ausstellung : Haithabu kommt in Berlin groß raus

Die berühmte Drachenkopfnadel  gehört zu den Leihgaben aus Haithabu für die Berliner Wikinger-Ausstellung.
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Die berühmte Drachenkopfnadel gehört zu den Leihgaben aus Haithabu für die Berliner Wikinger-Ausstellung.

Das Landesmuseum stellt 87 Exponate für die große Wikinger-Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. Ein Gewinnspiel soll Besucher nach Schleswig locken.

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30. Juli 2014, 19:15 Uhr

Wenn am 9. September im Berliner Martin-Gropius-Bau die große Wikinger-Ausstellung eröffnet wird, dann werden nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck und Dänemarks Königin Margrethe II. unter den Gästen sein, sondern auch mehrere Vertreter des Archäologischen Landesmuseums auf Schloss Gottorf. Auch Bürgermeister Arthur Christiansen ist eingeladen.

Denn auch wenn die Ausstellung, die bereits in Kopenhagen und London zu sehen war, sich mit der gesamten Welt der Wikinger im ganzen Norden Europas beschäftigt – ohne Fundstücke aus Haithabu wäre sie kaum vorstellbar. „Wir gehören von jeher bei allen nationalen und internationalen Wikingerausstellungen zu den bedeutenden Leihgebern“, sagt Ute Drews, die Leiterin des Wikinger-Museums am Haddebyer Noor.

Zu den 87 Originalen, die in der Hauptstadt ausgestellt werden, zählt neben einer Gruppe arabischer Silbermünzen unter anderem der weltweit einzige vollständig erhaltene wikingerzeitliche Langbogen aus Eibenholz. Ebenfalls als Unikat gilt die berühmte Drachenkopfnadel aus Haithabu oder ein vollständig erhalten gebliebenes Schiffsmodell, das ebenfalls am Haddebyer Noor ausgegraben wurde.

Stadtmanagerin Monika Siegel möchte die Chance ergreifen und in Berlin kräftig für Schleswig die Werbetrommel rühren. Sie bereitet ein Gewinnspiel vor, mit dem sie bundesweit für einen Besuch an der Schlei werben möchte. Ausstellungsbesucher – und auch jeder andere Internet-Nutzer – können Preise gewinnen, die alle eines gemeinsam haben: Wer sie haben möchte, muss dazu nach Schleswig kommen. Der Hauptgewinn ist ein viertägiger Aufenthalt an der Schlei. Außerdem gibt es zum Beispiel Eintrittskarten für Schloss Gottorf oder fürs Capitol-Kino und Komparsenrollen für Filme, die in Schleswig gedreht werden.

Die Gottorfer Wissenschaftler aus dem Zentrum für Baltische Archäologie (ZBSA) präsentieren sich im Zuge der Ausstellung auch als führende Wikingerzeit-Forscher. Im offiziellen Ausstellungskatalog ist ein Beitrag des ZBSA-Wissenschaftlers Timo Ibsen enthalten, und anlässlich der Berliner Ausstellungseröffnung erscheint das international renommierte Wissenschaftsmagazin National Geographic in seiner nächsten Ausgabe mit einem umfangreichen Wikingerteil – und einer Geschichte über die aktuelle Haithabu-Forschung.

Höhepunkt der Ausstellung ist allerdings kein Schleswiger Fundstück, sondern ein 37 Meter langes Kriegsschiff, das 1997 im dänischen Roskilde gefunden wurde und das im zentralen Lichthof des Martin-Gropius-Baus zu sehen sein wird.

> Die Berliner Ausstellung „Die Wikinger“ dauert vom 10. September bis zum 4. Januar.

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