Haferteich: Strom für 400 Haushalte

Die Installation  der rund 8  000 Photovoltaik-Module in Schleswigs erstem Solarpark hat begonnen.  Foto: Heldt
Die Installation der rund 8 000 Photovoltaik-Module in Schleswigs erstem Solarpark hat begonnen. Foto: Heldt

Erster Solarpark Schleswigs soll 1,5 Megawatt leisten / ASF hat Fläche an Energie-Unternehmen verpachtet / Rund vier Millionen Euro Kosten

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20. September 2011, 07:25 Uhr

Schleswig | Der erste Solarpark Schleswigs nimmt Konturen an. Auf der sanierten Mülldeponie am Haferteich werden derzeit die rund 8 000 Photovoltaikmodule installiert, die am Freitag eingetroffen sind. Schon seit einigen Wochen waren die dazugehörigen Modulträger von der Bundesstraße 201 gut sichtbar. Betrieben und gebaut wird der rund vier Millionen Euro teure Park von der "Beba Solarpark Schleswig GmbH". Sie gehört zu einer gleichnamigen Unternehmensgruppe aus Hemmingstedt in Dithmarschen, die sich auf regenerative Energien spezialisiert und die Fläche von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schleswig-Flensburg (ASF) gepachtet hat - zunächst bis 2030, jedoch mit der Option einer Verlängerung. Insgesamt umfasst der Solarpark ein Fläche, die etwa drei Hektar groß ist.

Bereits Ende September soll die Anlage ans Netz gehen. Künftig wird sie 1,5 Megawatt leisten. Genug, um 400 Haushalte mit Strom zu versorgen. Durch drei Transformatoren wird der Strom über eine zentrale Einspeisestelle dem Netz der "Eon" zugeführt werden. Im Zuge der Energiewende ist der Solarpark ein wegweisendes Projekt für die Energieversorgung der Region. Seit drei Monaten befindet er sich nunmehr im Bau. Die Planungen begannen jedoch schon in Zeiten, in denen die Höhe der Einspeisevergütung für Solarstromanlagen gesenkt wurde.

Bis gestern wurden mehr als 1000 Module installiert. Pro Tag schaffen die Arbeiter rund 500 Stück. Konstantin Schulz, Mitarbeiter des Projektmanagements der Beba: "Jedoch ist dies auch wetterabhängig." Wenn es regnet, wird das steile Gelände für die schweren Maschinen, welche die Module zu den Trägern transportieren, schnell unbefahrbar. "Auch wollen wir den Boden schonen", erklärt Schulz. Der Park ist in drei Felder aufgeteilt. Das größte Feld umfasst etwas mehr als 3500 Module und wird als erstes fertiggestellt werden. Es folgen das zweite Feld mit circa 2500 Modulen sowie das Kleinste mit mehr als 2000. Der Photovoltaikpark grenzt an das Bodendenkmal Apenstorp, die Überreste einer seit 1979 geschützten Gutsanlage aus dem Mittelalter. Auf Forderung des Archäologischen Landesamtes wurden in diesem Bereich keine Anlagen aufgestellt.

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