zur Navigation springen

„Kindernest“ im Friedrichsberg : Gut betreut durch die Ferien

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Awo bietet im Friedrichsberg wieder ihr „Kindernest“ an. Mitarbeiter der Kreisverwaltung unterstützen das Projekt mit einer Spende.

Seit dieser Woche hat im „Forum im Friedrichsberg“ (FiF) hinter der Bugenhagenschule wieder das „Kindernest“ der Arbeiterwohlfahrt geöffnet. Berufstätige Eltern können hier während der Ferien ihre Kinder betreuen lassen. Geleitet wird das Kindernest von Jule Korban (23) und Tim Schubert (26). Für kleines Geld können die Kinder den ganzen Tag Fußball spielen, malen, basteln und noch vieles mehr. Die Awo bietet das „Kindernest“ seit fünf Jahren regelmäßig an, um die Ferienplanung für Familien zu vereinfachen, schließlich haben nicht alle Eltern so viel Urlaub, wie Kinder Schulferien haben. Jeweils zwei Wochen im Herbst, Frühling und Sommer wird die Betreuung angeboten, also sechs Wochen im Jahr.

Die Betreuer nehmen sich für diese Zeit teilweise selbst Urlaub. „Ich habe mir jetzt eine Woche frei genommen, um hier auch den ganzen Tag da zu sein und zu helfen, und nächste Woche komme ich immer vor und nach der Arbeit“, sagt Jule Korban, die als Erzieherin arbeitet. Warum sie ihren Urlaub hergibt, erklärt sie so: „Mittlerweile ist dieses Projekt uns einfach eine Herzensangelegenheit geworden, wir sind 2012 mit sieben Kindern gestartet und jetzt sind es schon über 40, die auf uns angewiesen sind und durch diese Einrichtung einen tollen Sommer haben können.“ Nicht nur Jule Korban, auch die übrigen Betreuer sind Erzieher oder sozialpädagogische Assistenten.

Um das „Kindernest“ zu finanzieren, ist die Awo auf Spenden angewiesen. Deshalb war die Freude groß, als jetzt eine Delegation von Mitarbeitern der Schleswiger Kreisverwaltung im FiF vorbeischaute. Im Gepäck ein Spendenscheck über 300 Euro.

30 Mitarbeiter des Kreises hatten im Mai am „Lauf zwischen den Meeren“ teilgenommen. Jeder von ihnen zahlte zehn Euro als Spende und stimmte ab, an welche Einrichtung das Geld gehen sollte. Das „Kindernest“ gewann die Wahl. Marco Flor ist Fachdienstleiter im Bereich Soziales beim Kreis und organisiert den Lauf zwischen den Meeren jedes Jahr für die Mitarbeiter: „Vor fünf Jahren konnten wir noch einen Sonderpokal gewinnen beim Lauf, das Geld davon haben wir dann auch immer gemeinnützigen Organisationen gespendet, doch leider wurde das abgeschafft. Nun spenden wir Läufer selber, da läuft man auch gleich viel lieber, wenn man weiß: Es hat einen Sinn.“ Die Awo freut sich über jeden Euro. Durch solche Spenden ist es möglich, mit allen Kindern ins Kino oder ein Eis essen zu gehen. Von den 300 Euro geht es in das Jumphouse nach Flensburg.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Aug.2017 | 07:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen