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Stadt Schleswig : Grußwort zum Jahreswechsel von Bürgervorsteherin und Bürgermeister

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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schleswig,
das Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu. In der Luft liegen Weihnachtsmusik und der Duft von Tannengrün und Bienenwachs. Viele erinnern sich noch gut an den sehr langen und harten Winter, der dem Jahr 2010 einen eisigen und beschwerlichen Auftakt bescherte. Straßenreinigung, Verkehrsbehinderungen, immer wieder Schneefall und Verletzungsgefahr durch abrutschende Schneemassen begleiteten die Schleswiger von Januar bis März. Doch einige wussten dem langen Winter auch gute Seiten abzugewinnen. Der beliebte Treff zu Punsch oder Kakao auf der Möweninsel oder im Luisenbad entwickelte sich schnell zum gesellschaftlichen Ereignis. Was dann unter der abschmelzenden Schneedecke zum Vorschein kam, war weniger erfreulich. Schlimme Straßenschäden allerorts in Schleswig-Holstein sorgten für dringenden Sanierungsbedarf.
Das war nicht das einzige wichtige Thema, das die Schleswiger in den zurückliegenden Monaten beschäftigte. Die weitere Entwicklung auf dem Gelände Auf der Freiheit mit dem Bau einer Gesundheitstherme sorgte auch 2010 für sehr kontrovers geführte Diskussionen in der Politik und in der Bevölkerung. Positive Rückmeldungen aus Kiel wechselten sich ab mit Hiobsbotschaften, die der Presse zu entnehmen waren. Die Beschäftigung mit dieser Thematik ist immer noch nicht zu Ende und wird uns auch 2011 bewegen. Die knapper werdenden öffentlichen Kassen sind einmal mehr eine deutliche Aufforderung, verantwortungsvoll und vorausschauend zu handeln. Um die Lebens- und Wohnqualität in Schleswig zu erhalten, geht es auch darum, den Familien Krippen-, Kindergarten- und Schulplätze zu bieten, den Freizeitwert der Stadt für alle zu erhalten, betagten Mitbürgern ein angenehmes Wohnumfeld zu ermöglichen oder jungen Menschen Perspektiven zu bieten.
Das Baugebiet Berender Redder hat sich im Laufe des zurückliegenden Jahres deutlich gemausert. Mittlerweile zeigt es sich bereits als neu entstehende Siedlung mit einer Reihe schmucker Einfamilienhäuser. Sie stehen einerseits naturnah inmitten von Grün, sind aber andererseits nur wenige Minuten von Einkaufsmöglichkeiten und der Innenstadt entfernt. Spielplätze und Freiräume bieten den Bewohnern vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Die Straßenbenennung des Gebietes mit seinem Bezug zu Märchen aus aller Welt betont den kinderfreundlichen Aspekt dieses Baugebietes.
Das Thema Kinder und Jugendliche stand im Jahr 2010 besonders im Vordergrund. Nicht nur die Eröffnung der Skateranlage, die sich seit diesem Tag sehr intensiver Nutzung durch junge Menschen erfreut, war von Bedeutung. Der Wikingerjunge Lasse war in den Sommermonaten wieder unterwegs und sorgte für Kurzweil auf den Königswiesen. Bemerkenswert, wie dieses Maskottchen der Landesgartenschau 2008 mit seinen Aktivitäten Menschen jeden Alters auf die Königswiesen zieht. Es ist daher nur zu begrüßen, dass die Aktion „Lasses Land“ von der Kommunalpolitik auch in den kommenden zwei Jahren gewünscht und gewollt wird.
Mit dem Projekt „Spielleitplanung“ befasste sich das Bau- und Umweltamt über mehrere Monate. Es galt, die Stadt Schleswig als Lebensraum für Kinder und Jugendliche zu erfassen und eine Bestandsaufnahme zu machen. Wie und wo spielen Kinder in Schleswig, wo halten sie sich gerne auf, wo sind Angsträume, wo wünschen sie sich Verbesserungen? Befragungen und Begehungen führten bei dieser Erhebung zu interessanten Ergebnissen. Mit dem Projekt „Jugend bewegt Stadt“ konnte die Stadtverwaltung nahtlos an die „Spielleitplanung“ anknüpfen und gemeinsam mit aktiven und engagierten Jugendlichen aus Schleswig einzelne Themen „beackern“. Insgesamt 25.000 hat der Bund der Stadt Schleswig für diese Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Damit wurde z. B. der Aktionstag ZOB durchgeführt, bei dem über 450 ZOB-Benutzer zum ZOB befragt wurden. Die Ergebnisse werden in das ISEK-Stadtentwicklungsprojekt „Bereich Innenstadt/Fußgängerzone“ Eingang finden.
Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde 2010 ein Leitfaden und eine informelle Planungsgrundlage für die künftige Stadtentwicklung beschlossen. Verschiedene Faktoren werden zukünftig Einfluss auf Entwicklung der Stadt Schleswig nahmen, z.B. die demographischen Entwicklungstrends oder die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden und dabei die Wohn- und Lebensqualität zu erhalten, gibt das ISEK den Akteuren der Kommunalpolitik und der Stadtveraltung ein hilfreiches Instrument als Handlungsgrundlage an die Hand.
Bewegung gab es auch in anderen Bereichen. Der Stadtmanager Michael Keller hat durch einige Events mehr Leben nach Schleswig gebracht. Bei wunderbarem Wetter konnten Schleswiger und Gäste einen fröhlichen Ostermontag mit vielen Attraktionen auf den Königswiesen erleben. Der vielversprechende Auftakt dieser Veranstaltung lässt hoffen, dass sie sich zu einem festen Termin entwickeln wird. Auch die Swinging City oder jetzt aktuell der Schleswiger Weihnachtsmarkt hat Herr Keller unter seine Fittiche genommen und für eine Belebung und Erfrischung dieser beiden bereits seit langem etablierten Veranstaltungen gesorgt. Der Weg, den er einschlägt, scheint sich zu bewähren. Außerdem kümmert er sich ebenfalls um eine Attraktivierung der Innenstadt, ein Ziel, das nicht leicht zu bewältigen ist und sicher auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe bleiben wird.
Das Thema, wie wir alle unsere Stadt Schleswiger schöner, attraktiver und lebenswerter machen und als solche auch erhalten können, zieht sich durch sämtliche Fragen, die die Kommunalpolitik sowie Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Selbstverständlich gilt es, eine Einrichtung wie die Stadtbücherei zu finanzieren, das Theater lebens- und spielfähig zu erhalten, den Service für unsere Bürger stets zu verbessern und dabei die Anziehungskraft der Stadt weiter zu steigern. Viele und manchmal angesichts der schwierigen finanziellen Lage kaum zu lösende Anforderungen an die Politik und die Stadtverwaltungen galt es in diesem Jahr zu bewältigen - dazu gehört z. B. der Abschied vom traditionsreichen Peermarkt - und müssen auch im nächsten Jahr bewältigt werden. Doch es gilt nicht, jammernd den Kopf in den Sand zu stecken und den Problemen nicht ins Gesicht zu schauen. Die vielen positiven Aspekte, die das Jahr 2010 mit sich brauchte, machen Mut, auch das Jahr 2011 tatkräftig anzupacken und auf das Beste zu hoffen.
Nach dreieinhalb Jahren Einsatz am Hindukusch sind am 30. November die sechs in Jagel stationierten Tornados endgültig zurückgekehrt. Der Einsatz dieser Aufklärungsmaschinen diente dem Schutz der ISAF-Soldaten sowie vieler ziviler Helfer in ganz Afghanistan. Ca. 3500 Angehörige der Bundeswehr leisteten und leisten hervorragende Arbeit im Einsatz für den Frieden in Afghanistan und sind bereit, große Strapazen auf sich zu nehmen. Wir alle wissen, wie groß die Opfer sind, die sie bringen. Ihnen und ihren Angehörigen gehören unser Dank und unsere Anerkennung.
Wir wünschen Ihnen, den Schleswiger Bürgerinnen und Bürgern, viele gemütliche Stunden gemeinsam mit guten Freunden, mit den Angehörigen und Bekannten, genauso wie Ruhe und Besinnlichkeit im Kreise Ihrer Lieben. Für das kommende Jahr alles Gute.
Bürgervorsteherin Annelen Weiss
Bürgermeister Thorsten Dahl

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erstellt am 31.Dez.2010 | 10:16 Uhr

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