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Bürgervorsteherin und Bürgermeister : Grußwort zum Jahreswechsel

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Traditionell wenden sich Bürgervorsteherin Annelen Weiss und Bürgermeister Thorsten Dahl mit einem Grußwort zum Jahreswechsel an die Bürger. Wir veröffentlichen das Grußwort im vollständigen Wortlaut.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2009 | 04:02 Uhr

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
wenn wir nun am Ende des Jahres 2009 stehen, schauen wir auf Erreichtes zurück und fassen gleichzeitig neue, zukünftige Aufgaben ins Auge.
Besonders großes Engagement galt im zurückliegenden Jahr der weiteren Entwicklung auf den Königswiesen. Jeder kennt das Gefühl, das zurückbleibt, wenn ein großes Fest, auf das man sich lange gefreut und hingearbeitet hat, vorbei ist. Zunächst stellt sich Katerstimmung ein, die Festdekoration ist abgebaut oder kaputt, die fröhliche Stimmung weicht der Nüchternheit des Alltages. Ähnliches erlebten die Schleswiger, als es mit dem Rückbau der Landesgartenschau galt, sich neu zu orientieren und zu schauen, was geblieben ist. Mit den ersten warmen Frühlingstagen zeigte sich dann, dass die Königswiesen auch nach der Landesgartenschau als Stadtpark von vielen gerne als Naherholungsgebiet angenommen wird. Zwei neue Fußwege führen auf kürzestem Weg aus der Innenstadt direkt in den Stadtpark, so dass selbst kurze Mittagspausen für einen kleinen Erholungsspaziergang am Ufer der Schlei genutzt werden können.
Auf die Königswiesen können wir stolz sein
Anfängliche Startschwierigkeiten im Zusammenhang mit hinterlassenen Müllbergen oder freilaufenden Hunden haben sich mittlerweile gelegt – offensichtlich hat sich die kluge Einsicht, dass gewisse Regeln einzuhalten sind, damit alle ungestört die Königswiesen nutzen können, durchgesetzt. Mit dem Blick über die Schlei, zum Schloss oder zum Dom, mit dem Luisenbad, den Kinderspielplätzen und den Flächen zum Spielen oder Ausruhen sind die Königswiesen so zu einem ganz besonderen Ort geworden, auf den wir Schleswiger stolz sein können.
Mit der Etablierung der Spielangebote für Kinder in „Lasse´ s Land“ herrschte in den Sommermonaten zweimal wöchentlich ein buntes und lebendiges Treiben auf den Königswiesen. Dieses kostenlose Angebot unter der Leitung eines erfahrenen Pädagogen war sofort von Erfolg gekrönt und wird 2010 seine Fortsetzung finden.
Durch die Einrichtung der sogenannten „Parkintarsien“ sollen auch andere Generationen sportliche Aktivitäten auf den Königswiesen entfalten können. Darin eingeschlossen ist die Skaterbahn für die Jugend von Schleswig, ein Boulebereich und Fitnessgeräte für ältere Mitbürger. Dass auch die grüne Fläche zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten verführt, konnten Königswiesenbesucher im letzten Jahr z. B. jeden Dienstagnachmittag erleben, wenn eine zunehmend größer werdende Gruppe vor einem erstaunt blickenden Publikum ihre eleganten Tai-Shi-Bewegungen durchführte.
Neue Mensabauten für drei Schulen
Bewegung gab es auch in der Schleswiger Schullandschaft. Dannewerkschule, Bruno-Lorenzen-Schule und Domschule erhielten Mensabauten, mit denen es jetzt die Möglichkeit gibt, bei verlängerten Schulbesuchen einen Mittagstisch für die Schüler anzubieten. Auch die Lornsenschule, die sich seit wenigen Monaten in der Trägerschaft der Stadt Schleswig befindet, wird Anfang 2010 einen neuen Mensabau einweihen können.
2009 sind wieder sehr viele Gäste nach Schleswig gelockt worden, wobei die attraktiven Ausstellungsprojekte der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen und des Stadtmuseums viel dazu beigetragen haben. Während der Begriff K 20 (gemeint ist die Sammlung moderner Kunst aus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) etwas sperrig ist, weiß ein jeder sofort, was sich hinter einer HARIBO-Ausstellung verbirgt. Im Stadtmuseum drehte es sich viele Wochen um die süßen Leckereien aus Bonn und so konnte das Haus im Friedrichsberg im Jahr 2009 die höchsten Besucherzahlen seines Bestehens verzeichnen. Schleswigs Ruf als Kulturstadt ist also immer noch ungebrochen und wird durch Projekte wie die Wikingersiedlung am Haddebyer Noor oder das angestrebte Weltkulturerbe Danewerk weiter ausgebaut.


Stadtmanager gibt neue Impulse
Doch es gilt auch auf anderen Gebieten, die Potenziale der Stadt Schleswig weiter auszubauen, Synergie-Effekte zu nutzen und Ideen und Strategien für unsere Stadt zu entwickeln. Für diesen Zweck ist seit wenigen Wochen ein Stadtmanager in Schleswig beschäftigt. Er soll Konzepte für die Stärkung der verschiedenen Schleswiger Stadtteile entwickeln, Marketingaktionen planen und durchführen, Kontakte pflegen und intensivieren und das Image der Stadt verbessern. Sein Aufgabengebiet ist sehr umfangreich und vielfältig. Damit seine Arbeit erfolgreich sein kann, werden die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik ihn nach Kräften unterstützen.
Wir freuen uns sehr, dass es nach langer Vorbereitungszeit nun möglich ist, in Schleswig ein neues Baugebiet anzubieten. Im Norden Schleswigs wird im B-Plan-Gebiet 75 am Berender Redder jungen Familien und anderen Interessierten die Möglichkeit gegeben, sich in Schleswig anzusiedeln. Die Bauplätze haben in den letzten Wochen eine große Nachfrage erhalten. Wir hoffen, dass die Nachfrage weiter so stabil bleibt.
Frieden und intakte Umwelt
2009 war auch das Jahr, in dem die BRD den 20. Jahrestag des Mauerfalls feiern konnte. Jubiläen sind immer wieder gute Anlässe, sich darauf zu besinnen, dass nicht alles, was wir täglich mit größter Selbstverständlichkeit erleben, einfordern oder nutzen selbstverständlich ist. Wir können es als großes Glück ansehen, dass unsere Kinder und Enkel in Frieden aufwachsen. Doch es wird auch weiterhin darum gehen, diesen Frieden zu erhalten. Eine ebenso große Herausforderung ist es, für unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte Welt zu erhalten – im Kleinen wie im Großen. Die bestmögliche Ausbildung, funktionierende zwischenmenschliche Beziehungsstrukturen, eine gute medizinische Versorgung – für unsere Kinder wünschen wir nur das Beste. Dazu gehört auch eine intakte Umwelt. Der neue Umweltminister Norbert Röttgen findet dazu sehr klare Worte: „Es ist eine existenzielle Frage: Überlebt unser Planet oder geht er bald unter?“. Gespannt blickte die Welt daher auf die Klimakonferenz in Kopenhagen.
Sehr angespannte Haushaltslage
Angesichts der leeren Kassen bzw. der sinkenden Einnahmen und der gleichzeitig wachsenden Aufgaben sehen wir uns im nächsten Jahr einer sehr angespannten Haushaltslage gegenüber. Es ist nicht angebracht, sorglos in die Zukunft zu blicken. Im Gegenteil, wir werden viele Probleme meistern und Entscheidungen treffen müssen, die uns schwerfallen. Trotzdem wird unser aller Bemühen immer dahingehen, den Schleswiger Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebenslagen und in jedem Alter unsere Stadt als Wohnort so angenehm und liebenswert wie möglich zu gestalten. Dazu bedarf es jedoch auch der Mitwirkung der Schleswiger Bürgerinnen und Bürger. Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die sich mit freiwilligem Engagement für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Wir bitten Sie, sich auch im Jahr 2010 in der Gemeinde, im Verein, in der Gilde oder im Beruf zu engagieren. Ein so komplexer Organismus wie eine Stadt kann nur gut funktionieren, wenn sich viele nach Möglichkeit auch persönlich für das Gesamtwohl einsetzen. Wir sollten unsere Kraft dafür einsetzen, positive Signale aufzunehmen und weiterzuentwickeln und uns nicht an Nebensächlichkeiten aufreiben.

Wir wünschen allen Schleswiger Bürgerinnen und Bürgern für das kommende Jahr 2010 persönlichen Erfolg, alles Gute und vor allen Dingen Gesundheit.
Annelen Weiß, Bürgervorsteherin
Thorsten Dahl, Bürgermeister

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