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Angst vor Standort-schließung : Grundschulen fusionieren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zu wenige Schüler: Erfde schließt sich Bergenhusen und Norderstapel an, die sich bereits im vergangenen Jahr zusammentaten.

Im Foyer der Stapelholm-Schule traf sich der Schulverband vor einem kleinen Publikum aus Eltern, Lehrern und Gemeindevertretern zu einer Sitzung, in der die Zukunft der Schullandschaft in Stapelholm im Zentrum stand.

Zum 1. August 2013 hatten die Grundschulen Bergenhusen und Norderstapel fusioniert. Jetzt soll eine weitere Fusion stattfinden, damit auch der Grundschulstandort Erfde erhalten werden kann. Denn wie vielerorts droht in den nächsten Jahren eine Unterschreitung der magischen Zahl von 80 Schülern und damit die Schließung. Zusammen mit der Grundschule in Bergenhusen/Norderstapel käme man aber auf über 200 Schüler. Allerdings müssen die Außenstellen mindestens 40 Schüler aufweisen.

In diesem Punkt sieht der Schulverbandsvorsitzende Rainer Rahn aus Norderstapel Probleme. „Im Jahr 2010 hat es je vier Geburten in Norder- und Süderstapel gegeben. Das sind gerade mal acht Kinder für die erste Klasse im Jahr 2016.“ Wenn sich nichts ändert, dann wird der Tag kommen, an dem die Kinder der Stapelholmer „Norddörfer“ mit dem Schulbus nach Erfde fahren müssen. Der Beschluss des Schulverbands über diese Fusion ging schnell und einstimmig über die Bühne.

Der Noch-Regionalschulteil in Erfde, die in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt wird, erreicht voraussichtlich zu Beginn des nächsten Schuljahrs die Mindestgröße von 240 Schülern nicht mehr. Um in Stapelholm langfristig ein Gemeinschaftsschulangebot aufrecht zu erhalten, wurde vorgeschlagen, eine Fusion mit der Kropper Schule einzugehen. Im Prinzip konnten die Anwesenden dieser Idee folgen. Gelöst werden muss noch die künftige Finanzierung. Die Versammlungsteilnehmer konnten sich noch nicht auf eine Regelung verständigen. Jan Peter Rief aus Tielen sieht in dem Zusammenhang erhebliche Kosten auf seine Gemeinde zukommen, wenn zum Beispiel von der Finanzkraft auf Beiträge in Abhängigkeit von der Schülerzahl umgestellt wird: „Wir haben nur eine Busverbindung nach Erfde und sind in Bezug auf die Schulwahl alternativlos im Gegensatz zu den anderen Gemeinden.“

Rainer Langbehn aus Süderstapel stellte auch angesichts der Forderung des Schulamtes, dass die fünfte Eingangsklasse mindestens 18 Schüler haben muss, die Frage, inwieweit sich eine Investition in die Schule überhaupt noch lohne. Die Gespräche sollen, so der Beschluss, innerhalb der nächsten vier Wochen stattfinden.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 07:45 Uhr

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