Schleswiger Ratsversammlung : Grünes Licht für Sanierung der Schwimmhalle

Wird renoviert: Das Schwimmbad in der Friedrich-Ebert-Straße.
Wird renoviert: Das Schwimmbad in der Friedrich-Ebert-Straße.

Lange war ein Neubau im Gespräch gewesen. Entweder im Neubaugebiet „Auf der Freiheit“ oder neben dem alten Bau in der Friedrich-Ebert-Straße. Die hohen Kosten haben dies jedoch verhindert und so beginnt nun bald die Sanierung der Schwimmhalle.

23-42952604_23-54931611_1381224466.JPG von
08. Juli 2014, 07:45 Uhr

Die Sanierung ist beschlossen. Während der gestrigen Ratsversammlung stimmten die Ratsmitglieder für einen Weiterbetrieb der Schwimmhalle in der Friedrich-Ebert-Straße und die damit verbundene Modernisierung der Schwimm- und Saunaanlagen. Ein Neubau, der in der Vergangenheit immer wieder zur Debatte stand, ist damit endgültig vom Tisch. Die Kosten für die Sanierung sollen zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro liegen und werden aus den zukünftigen Gewinnen der Stadtwerke finanziert.

„Es ist vor allem wichtig, dass das Schwimmbad zentrumsnah liegt“, erklärte der SPD-Ratsherr und Aufsichtsratsvorstizende der Stadtwerke, Sönke Büschenfeld. Das Schwimmbad müsse Schülern, Senioren und allen anderen Gruppen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Auch die Grünen-Fraktion, die eine neue Anlage im Neubaugebiet auf der Freiheit bevorzugt hätte, stimmte dieser Argumentation zu. Ein Neubau am Schleiufer wäre sowieso aus finanzieller Sicht nicht tragbar gewesen, wie das Mitglied der Grünen-Fraktion Johannes Thaysen noch einmal bestätigte. Einem Gutachten der Stadtwerke zufolge hätte ein Neubau an dieser Stelle rund 12,7 Millionen Euro verschlungen.

Eine neue Schwimhalle in der Friedrich-Ebert-Straße hätte einen Verlust von 1,3 Millionen Euro über die kommenden 20 Jahre zum Ergebnis gehabt. Im Hinblick auf die weiteren Bauprojekte der Stadt zeige die Entscheidung gegen einen Neubau daher „finanzpolitisches Augenmaß“, wie Büschenfeld es formulierte. Außerdem könne das vorhandene Schwimmbad noch zehn bis 15 Jahre weiterbetrieben werden. In Zusammenarbeit mit einem Statiker und einem Hamburger Bäderarchitekten sei das Bad schon vor Monaten in Bezug auf seinen baulichen Zustand und seine technischen Anlagen geprüft worden. Dabei habe man festgestellt, dass das Bad noch längst keinen Abriss bedürfe, sondern stattdessen nur an einigen Stellen modernisiert werden müsse. Vor allem im Saunabereich müsse man aber aktiv werden.

Zuvor hatte die Versammlung bereits eine Resolution für die Planung eines Ersatzbauwerkes zur maroden Rader Hochbrücke beschlossen. Die Fraktionen sprachen sich diesbezüglich für eine Tunnel-Lösung aus. Die Grünen-Fraktion forderte allerdings einen gemeinsamen Tunnel für den Straßen- und Zugverkehr. Die Stadt Flensburg sowie der Kreis Schleswig-Flensburg hatten zuvor bereits ähnliche Resolutionen verabschiedet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen