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Schleswiger Nachrichten

22. August 2017 | 17:29 Uhr

Schleswig : Großübung für kleine Retter

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

60 Nachwuchskräfte von Feuerwehr, THW und Johannitern probten gemeinsam den Ernstfall.

Es war ein Szenario, das sich niemand wünscht. Ein Dutzend Verletzte auf dem Betriebsgelände der Tauwerkfabrik Oellerking bescherten den 60 jungen Helfern einen Großeinsatz, der glücklicherweise nur eine Übung war. Für die Jugendfeuerwehren aus Schleswig und Busdorf, dem Nachwuchs des Technischen Hilfswerks (THW) und der Johanniter Unfallhilfe bedeutete das eine Menge Arbeit. Umso wichtiger war es, dass alle Einheiten Hand in Hand zusammenarbeiteten.

Mehr als 50 Zuschauer verfolgten das turbulente Spektakel auf dem weitläufigen Betriebsgelände im Friedrichsberg. Darunter zeigten sich der stellvertretende Kreispräsident Holger Groteguth, Rainer Raup vom städtischen Ordnungsamt und andere Vertreter der Stadt Schleswig und des Kreisfeuerwehrverbandes vom Einsatz der Kinder und Jugendlichen beeindruckt. „Enorm, was die jungen Retter alles leisten können“, lobte Groteguth.

Indes ließen sich die jungen Retter von den Zuschauern nicht irritieren. Im Verbund retteten und bargen sie zügig alle vermissten Personen aus den beiden komplett verqualmten Lagerhallen, übernahmen die Erstversorgung, kümmerten sich ebenso vorbildlich um Schockpatienten und setzten im Miteinander auf eine verlässliche Kommunikation. Währenddessen hatten die jungen Johanniter zügig ein Großraumzelt aufgebaut, das als Rettungsquartier bei der Versorgung der zahlreichen Hilfebedürftigen – insbesondere bei den kühlen Außentemperaturen – ein wenig Wärme schenkte. Als Jugendgruppenleiterin hatte Ersthelferin Denise Brieskorn alles im Griff. Kleinere Blessuren wurden kurzerhand nebenan im Rettungswagen behandelt.

Unterdessen bekämpften die Löschtrupps der Feuerwehren die Brandherde, während das junge Team des THW rund um Jugendgruppenleiterin Ulrike Nicolaisen die Hauswände abstützte und Gefahrenzonen sicherte. Ein weiteres Nachwuchsteam war zeitgleich mit der technischen Hilfeleistung beschäftigt. Als Einsatzleiter der Feuerwehren übernahm Cedrik Kempin die Koordination – und auch er behielt immer den Überblick.

Am Ende der Übung freuten sich die kleinen und großen Retter nicht nur über ein warmes gemeinsames Mittagessen, sondern auch über das einhellige Lob der Zuschauer, insbesondere von Kreisbrandmeister Mark Rücker und Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Hansen. Anerkennende Worte gab es ebenso von Hausherr Christian Oellerking, der die Mittagstafel in seinen Räumen vorbereitet hatte. Er habe sein Betriebsgelände gerne für die Übung bereit gestellt. „Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagte er. Ein weiterer Dank galt den Betreuern und Ausbildern für deren Einsatz.



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