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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:01 Uhr

Großreinemachen im Kita-Garten

vom

Eltern brachten in Eigeninitiative Ulsnisser Grünanlage auf Vordermann / Pastorin Jane Mentz hofft auf Nachahmer

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ulsnis | Auf eine neue Art und Weise hat der evangelische Kindergarten Ulsnis das Überwuchern seiner Außenanlagen bekämpft. Unter Anleitung von Gartenarchitektin Sybille Frercks-Rehahn wurde jetzt mit viel Eigenleistung und Spenden Bestehendes saniert und Neues angelegt. Hauspastorin Jane Mentz hofft, dass daraus ein Pilotprojekt für das gesamte Kindergartenwerk des Kirchenkreises entsteht.

"Unser Kindergarten ist in der Gemeinde gut vernetzt", stellte Kindergartenleiterin Rebekka John zu Beginn des Einsatzes fest. Denn trotz der Pfingstferien waren mehr als die Hälfte der Kindergarteneltern erschienen, um Schaufel und Spaten in die Hand zu nehmen und den Außenspielbereich des Kindergartens auf Vordermann zu bringen. Ihre Kinder beschäftigten sich in der Zwischenzeit mit Erdtransporten und Buddeleien, bei denen sie sich ohne Rüge von oben bis unten schmutzig machen durften.

So entstand ein Hochbeet für Teekräuter und ein Wall mit Heckenpflanzen, der gleichzeitig Windschutz und Klettergerüst werden soll. Weidentipi und Weidentunnel wurden beschnitten sowie ein Schmetterlings- und ein Käferhaus aufgebaut. Naturalien und Pflanzen wurden gespendet.

"Im Rahmen unseres christlich-pädagogischen Auftrags wollen wir den Kindern eine Erfahrungswelt bieten, in der sie erkennen, wie Gott die Welt geschaffen hat", erläuterte John eines der Ziele des Grüneinsatzes. Gleichzeitig solle es aber auch allen Beteiligten viel Spaß machen und einen guten Tag bescheren.

Architektin Frercks-Rehahn, die ein ähnliches Projekt in Flensburg an einem Jugendzentrum begleitet hat, sieht ergänzende Ziele bei der Vorbeugung gegen den Vandalismus. "Was ich mit meiner Hände Arbeit schaffe, zerstöre ich nicht", so ihrer Erfahrung. Auch sei eine derartige Tätigkeit eine gute Gelegenheit, den Naturraum kennenzulernen, in dem man lebt und auch auf regionale Besonderheiten hinzuweisen.

Der Tag im Dienste der Grünanlage endete mit einem Wiesenpicknick. Die Aktion wird am morgigen Donnerstag um 10 Uhr mit einem Wiesengottesdienst fortgesetzt.

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